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    <IdentifierDoi>10.3205/26dga057</IdentifierDoi>
    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-26dga0572</IdentifierUrn>
    <ArticleType>Meeting Abstract</ArticleType>
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      <Title language="de">Pilot-Studie zur Anwendbarkeit des H&#246;rscreenings in deutschen Gemeinde&#228;mtern&#47;B&#252;rgerb&#252;ros</Title>
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          <Affiliation>Goethe-Universit&#228;t Frankfurt, Universit&#228;tsmedizin, Klinik f&#252;r Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Frankfurt a. M., Deutschland</Affiliation>
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          <Lastname>V&#246;lter</Lastname>
          <LastnameHeading>V&#246;lter</LastnameHeading>
          <Firstname>Christiane</Firstname>
          <Initials>C</Initials>
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          <Affiliation>Ruhr-Universit&#228;t Bochum, Katholisches Klinikum Bochum, Klinik f&#252;r Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Bochum, Deutschland</Affiliation>
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          <Affiliation>Medizinische Hochschule Hannover, Klinik und Poliklinik f&#252;r Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Hannover, Deutschland</Affiliation>
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          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
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        <Address>D&#252;sseldorf</Address>
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      <DatePublished >20260302</DatePublished >
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    <Language>germ</Language>
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      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <MeetingId>M0642</MeetingId>
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        <MeetingCorporation>Deutsche Gesellschaft f&#252;r Audiologie e. V.</MeetingCorporation>
        <MeetingName>28. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Audiologie</MeetingName>
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        <MeetingSession>Freie Vortr&#228;ge 3: Versorgungsforschung</MeetingSession>
        <MeetingCity>Oldenburg</MeetingCity>
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          <DateFrom>20260304</DateFrom>
          <DateTo>20260306</DateTo>
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    <ArticleNo>057</ArticleNo>
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      <MainHeadline>Text</MainHeadline><Pgraph>H&#246;rminderungen z&#228;hlen zu den h&#228;ufigsten chronischen Erkrankungen weltweit und bleiben h&#228;ufig unentdeckt. Die WHO empfiehlt regelm&#228;&#223;ige H&#246;rtests f&#252;r Erwachsene, jedoch fehlt in DE ein strukturiertes H&#246;rscreening-Angebot. Diese Studie untersucht die Machbarkeit eines schnellen H&#246;rtests, integriert in die Beantragung oder Verl&#228;ngerung des Personalausweises in B&#252;rger&#228;mtern, um verschiedene Altersgruppen und Nationalit&#228;ten zu erreichen und die fr&#252;hzeitige Erkennung von H&#246;rst&#246;rungen zu erm&#246;glichen. Von November 2025 bis Februar 2026 wurde an drei Standorten &#8211; Frankfurt, Hannover und Bochum &#8211; eine Pilotstudie durchgef&#252;hrt. B&#252;rgeramt-Besucher hatten die M&#246;glichkeit, kostenlos an einem H&#246;rtest teilzunehmen. Bei auff&#228;lligen Ergebnissen (H&#246;rverlust &#252;ber 35 dB HL) wurden die Probanden an einen HNO-Arzt oder H&#246;rakustiker verwiesen. Acht Wochen nach dem Test wurden die Teilnehmer befragt, ob sie der Empfehlungen folgten. Weitere Zielgr&#246;&#223;en waren der akustische Umgebungspegel, die Akzeptanzrate, und die Erfolgsquote des Tests.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Untersuchungsdesign:</Mark1> Multizentrische Machbarkeitsstudie; es werden mindestens 1.000 Teilnehmer im Alter von 18 bis 85 Jahren erfasst, um eine statistisch relevante Stichprobe zu gew&#228;hrleisten.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Methodik:</Mark1> An allen Standorten wurde der Hintergrundger&#228;uschpegel erfasst, um M&#246;glichkeit der Detektion relevanter H&#246;rsch&#228;den zu erm&#246;glichen. Ein Tablett-Computer mit einer H&#246;rtest-App wurde genutzt, um Luftleitungsschwellen f&#252;r beide Ohren zu erfassen. Die Pr&#252;freize wurden &#252;ber circum-aurale Kopfh&#246;rer dargeboten. Der Test wurde von den Probanden nach Anleitung selbst durchgef&#252;hrt, wobei Unterst&#252;tzung durch eine Hilfskraft verf&#252;gbar war.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Ergebnisse:</Mark1> Bis zum 15. Dezember 2025 lagen Zwischenergebnisse aus dem zentralen B&#252;rgeramt Frankfurt vor. Der St&#246;rschallpegel betrug LEQ &#61; 40,3 dB(A). In vier Wochen wurden 155 Probanden rekrutiert, der Altersdurchschnitt lag bei 43,7 Jahren (Spanne 20&#8211;83 J). Die Testdurchf&#252;hrung dauerte im Schnitt etwa 5 Minuten. 85,8&#37; der Probanden empfanden den Test als einfach. 14,8&#37; der Teilnehmer erhielten eine Empfehlung zur Kontaktaufnahme mit einem HNO-Arzt; viele hatten bisher noch keine H&#246;rkontrolle durchf&#252;hren lassen.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Diskussion:</Mark1> In Frankfurt lagen gute akustische Bedingungen vor und die ersten Daten zeigen eine hohe Akzeptanz f&#252;r das H&#246;rscreening. Die geringe Testdauer stellt keine wesentliche Belastung dar. Fast 15&#37; der Probanden wiesen ein kontrollbed&#252;rftiges Ergebnis auf.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Fazit:</Mark1> Die Machbarkeitsstudie deutet darauf hin, dass ein H&#246;rscreening in akustisch geeigneten Umgebungen effektiv durchgef&#252;hrt werden kann. Weitere Daten aus anderen Zentren sind erforderlich, um die Verl&#228;sslichkeit des Siebtests in ung&#252;nstigen akustischen Bedingungen zu pr&#252;fen.</Pgraph><Pgraph><Mark1>F&#246;rderung:</Mark1> Die Studie wird durch die Stiftung zur H&#246;r- und Sprachf&#246;rderung (Friedberg) sowie die Internationale H&#246;rstiftung (Hannover) gef&#246;rdert.</Pgraph></TextBlock>
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