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    <IdentifierDoi>10.3205/26dga051</IdentifierDoi>
    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-26dga0511</IdentifierUrn>
    <ArticleType>Meeting Abstract</ArticleType>
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      <Title language="de">Von der Primarstufe bis zur Hochschule: Einflussfaktoren auf den Bildungserfolg aus der Perspektive Studierender mit Taubheit&#47;H&#246;rbehinderung</Title>
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      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <MeetingCorporation>Deutsche Gesellschaft f&#252;r Audiologie e. V.</MeetingCorporation>
        <MeetingName>28. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Audiologie</MeetingName>
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        <MeetingSession>Freie Vortr&#228;ge 2: H&#246;rgesch&#228;digtenp&#228;dagogik &#38; Tinnitus</MeetingSession>
        <MeetingCity>Oldenburg</MeetingCity>
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      <MainHeadline>Text</MainHeadline><Pgraph>Studierende mit Taubheit&#47;H&#246;rbehinderung (T&#47;H) stellen mit 1,1&#37; <TextLink reference="1"></TextLink> die kleinste Gruppe Studierender mit Behinderung dar. Welche Faktoren im Bildungsweg von der Primarstufe bis zur Hochschule den Bildungserfolg beg&#252;nstigen oder behindern, wurde bisher nicht empirisch untersucht. An diesem Forschungsdesiderat setzt die vorliegende Untersuchung an.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Fragestellungen: </Mark1>Welche Faktoren tragen aus Sicht Studierender mit T&#47;H im Verlauf ihres Bildungswegs von der Primarstufe bis zum Studium zum Bildungserfolg bei&#63;</Pgraph><Pgraph>Welche Faktoren stellen aus ihrer Perspektive Herausforderungen f&#252;r den Bildungserfolg dar&#63;</Pgraph><Pgraph><Mark1>Methoden: </Mark1>Die Studie folgte einem partizipativen Forschungsansatz. Mittels leitfadengest&#252;tzter Interviews wurden N &#61; 24 Studierende mit T&#47;H zu ihren Erfahrungen und Einsch&#228;tzungen hinsichtlich ihres Bildungswegs befragt. Die Auswertung erfolgte mit der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring <TextLink reference="2"></TextLink>.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Ergebnisse: </Mark1>Zu den Gelingensfaktoren &#252;ber den gesamten Bildungsweg geh&#246;rten prim&#228;r gute H&#246;r- und Verstehensbedingungen, deren Sicherstellung ma&#223;geblich von der Informiertheit und Sensibilisierung der Lehrpersonen abh&#228;ngig war. Diese Aufgaben wurden zun&#228;chst durch Mobile Dienste (MD) und Sorgeberechtigte &#252;bernommen. Mit zunehmendem Alter zeigte sich bei den Lernenden ein wachsendes Bed&#252;rfnis nach Empowerment (z.B. durch Kenntnisse &#252;ber eigene Rechte), was zu einer st&#228;rkeren &#220;bernahme von Verantwortung f&#252;hrte. Weitere Faktoren umfassten eine kontinuierliche h&#228;usliche Lernunterst&#252;tzung, die Gew&#228;hrung eines Nachteilsausgleichs (NTA), der Austausch mit Peers mit T&#47;H sowie personale Ressourcen wie Zielstrebigkeit, Flei&#223; und Durchhalteverm&#246;gen.</Pgraph><Pgraph>Zentrale Herausforderungen ergaben sich aus Wissens- und Sensibilit&#228;tsdefiziten seitens der Lehrenden, die wiederholte Aufkl&#228;rung erforderlich machten, teils in Situationen mit hoher sozialer Sichtbarkeit. Dies f&#252;hrte zu Frustration und Scham und beg&#252;nstigte Vermeidungsstrategien, insbesondere w&#228;hrend der fr&#252;hen Adoleszenz. In dieser Phase wurde beispielsweise das Tragen individueller H&#246;rhilfen oder die Unterst&#252;tzung durch den MD in der Schule abgelehnt. Weitere Faktoren betrafen ung&#252;nstige raumakustische Bedingungen, veraltete technische Ausstattung sowie hohen organisatorischen Aufwand bis zur Bewilligung eines NTA.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Schlussfolgerungen: </Mark1>Die Ergebnisse unterstreichen die zentrale Bedeutung niederschwelliger und fachspezifischer Beratungs- und Unterst&#252;tzungsangebote sowohl f&#252;r Lernende mit T&#47;H als auch f&#252;r deren Umfeld. Solche Angebote sollten flexibel auf die spezifischen Anforderungen der jeweiligen Bildungsabschnitte abgestimmt sein, unterschiedliche Themenfelder abdecken (z.B. Sensibilisierung, H&#246;rtechnik, NTA) und die individuellen Ressourcen der Lernenden im Sinne von Empowerment gezielt st&#228;rken. Die Einrichtung einer digitalen Plattform, die Informationen zu Rechten, Unterst&#252;tzungs- und Beratungsstrukturen b&#252;ndelt, k&#246;nnte ein Ansatz sein, um den Informationszugang f&#252;r Lernende und Lehrende zu vereinfachen.</Pgraph></TextBlock>
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        <RefBookTitle>Einf&#252;hrung in die qualitative Sozialforschung: Eine Anleitung zu qualitativem Denken</RefBookTitle>
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        <RefTotal>Mayring P. Einf&#252;hrung in die qualitative Sozialforschung: Eine Anleitung zu qualitativem Denken. 7., &#252;berarb. Aufl. Beltz; 2023.</RefTotal>
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        <RefAuthor>Kroher M</RefAuthor>
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        <RefBookTitle>Die Studierendenbefragung in DE: best3. Studieren mit einer gesundheitlichen Beeintr&#228;chtigung</RefBookTitle>
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        <RefTotal>Steink&#252;hler J, Beu&#223;e M, Kroher M, Gerdes F, Schwabe U, Koopmann J, Becker K, V&#246;lk D, Schommer T, Ehrhardt MC, Isleib S, Buchholz S. Die Studierendenbefragung in DE: best3. Studieren mit einer gesundheitlichen Beeintr&#228;chtigung. Deutsches Zentrum f&#252;r Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW); 2023.</RefTotal>
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