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    <ArticleType>Meeting Abstract</ArticleType>
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      <Title language="de">Sch&#228;tzung des zeitlichen Verarbeitungsfensters auf makro- und mikroskopischer Ebene bei Nutzerinnen von Cochlea-Implantaten</Title>
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      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <MeetingCorporation>Deutsche Gesellschaft f&#252;r Audiologie e. V.</MeetingCorporation>
        <MeetingName>28. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Audiologie</MeetingName>
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        <MeetingSession>Strukturierte Sitzung 2: Modellbasierte H&#246;rdiagnostik und H&#246;rsysteme</MeetingSession>
        <MeetingCity>Oldenburg</MeetingCity>
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    <ArticleNo>010</ArticleNo>
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      <MainHeadline>Text</MainHeadline><Pgraph><Mark1>Fragestellung</Mark1> F&#252;r die effiziente &#220;bertragung zeitlicher Informationen mit Cochlea-Implantaten (CIs) ist ein detailliertes Verst&#228;ndnis der zeitlichen Wahrnehmung von CI-Nutzer&#42;innen erforderlich. Ein zentrales Element ist die zeitliche Maskierung, also die Beeinflussung der H&#246;rbarkeit eines kurzen Testsignals (T) durch ein zeitlich getrenntes Maskiersignal (M). Im Normalgeh&#246;r sind sowohl makroskopische (ms) als auch mikroskopische (&#181;s) Maskierungsprozesse gut beschrieben: Makroskopische Maskierung wird mit dem Temporal-Window-Modell (TWM) erfasst und auf zentrale Verarbeitung zur&#252;ckgef&#252;hrt; mikroskopische Maskierung beschreibt vor allem Summationseffekte und wird auf Refrakt&#228;reffekte des H&#246;rnervs zur&#252;ckgef&#252;hrt. In dieser Studie wurden beide Bereiche erstmals systematisch bei CI-Nutzer&#42;innen untersucht.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Methoden</Mark1> Untersucht wurden 13 Ohren von 8 MED-EL-CI-Nutzer&#42;innen mittels direkter elektrischer Stimulation. Bestimmt wurden Detektionsschwellen eines Einzelpuls-Testsignals in Ruhe sowie in Kombination mit 300-ms Vorw&#228;rts- und R&#252;ckw&#228;rts-Maskierern. Die zeitlichen Abst&#228;nde zwischen T und M wurden im Bereich von 100 &#181;s bis 100 ms variiert, sowohl symmetrisch als auch asymmetrisch. Zudem wurden die Auswirkungen verschiedener Pulsraten (200 vs. 1.000 pps auf Elektrode 2) sowie unterschiedlicher Anregungsorte (Elektrode 2 vs. 8 bei 1000 pps) untersucht. Die Maskierer-Pegel lagen jeweils bei 75&#37; des individuellen Dynamikbereichs.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Ergebnisse</Mark1> Das TWM konnte sowohl f&#252;r den mikro- als auch f&#252;r den makroskopischen Bereich angepasst werden. Die Daten zeigen maximale Maskierung bei t1&#47;t2 &#8776; 6 ms sowie deutliche Maskierung bis zum oberen Messlimit. Zus&#228;tzlich wurde ausgepr&#228;gte mikroskopische Summation beobachtet, mit einem Maximum bei t1 zwischen 270&#8211;560 &#181;s und minimalem t2. Weder Stimulationsort noch Pulsrate hatten einen signifikanten Einfluss auf die relative Maskierungsst&#228;rke (relativ zur Ruheh&#246;rschwelle oder Maskiereramplitude). Die gesch&#228;tzten Zeitkonstanten zeigten jedoch eine deutliche Abh&#228;ngigkeit von der absoluten Masker-Amplitude: Mit steigender Amplitude wurden sie k&#252;rzer (Vorw&#228;rtsmaskierung: &#62;1.000 ms bis &#126;300 ms; R&#252;ckw&#228;rtsmaskierung: &#126;900 bis &#126;200 ms). Auff&#228;llig ist, dass bei mikroskopischer Maskierung R&#252;ckw&#228;rtsmaskierung st&#228;rkere Effekte hervorruft als Vorw&#228;rtsmaskierung.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Schlussfolgerungen</Mark1> Die Zeitkonstanten im makroskopischen Bereich sind &#8211; insbesondere f&#252;r R&#252;ckw&#228;rtsmaskierung &#8211; deutlich l&#228;nger als im Normalgeh&#246;r. Ein gro&#223;er Teil der interindividuellen Unterschiede l&#228;sst sich durch die absolut vorgegebene Masker-Amplitude erkl&#228;ren. Die ausgepr&#228;gten Summationseffekte im &#181;s-Bereich verdeutlichen, dass mikroskopische zeitliche Interaktionen eine wichtige Rolle spielen und gro&#223;es Potenzial f&#252;r zuk&#252;nftige CI-Stimulationsstrategien bieten, insbesondere bei der Kodierung pr&#228;ziser zeitlicher Informationen &#252;ber mehrere Elektroden hinweg.</Pgraph></TextBlock>
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