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    <ArticleType>Meeting Abstract</ArticleType>
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      <Title language="de">ISBCS &#8211; Kritik der simultanen bilateralen Katarakt Operation</Title>
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       <DatePublished>20250513</DatePublished>
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      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <MeetingTitle>37. Internationaler Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgie (DOC)</MeetingTitle>
        <MeetingSession>Katarakt</MeetingSession>
        <MeetingCity>N&#252;rnberg</MeetingCity>
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    <ArticleNo>FP 5.15</ArticleNo>
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      <MainHeadline>Text</MainHeadline><Pgraph>Die Pr&#228;valenz chronischer Augenerkrankungen in Deutschland, insbesondere des Grauen Stars, wird bis 2060 deutlich zunehmen, was auf die Alterung der Gesellschaft zur&#252;ckzuf&#252;hren ist. In diesem Kontext gewinnt das Thema der simultanen bilateralen Kataraktoperation (ISBCS &#8211; Immediate Simultaneous Bilateral Cataract Surgery) zunehmend an Bedeutung. Die ISBCS Fachgesellschaft hat Leitlinien ver&#246;ffentlicht, die die bilaterale Kataraktchirurgie als separaten Eingriff betrachten, wobei jede Operation mit individuellen Sterilisationszyklen und Instrumenten durchgef&#252;hrt werden sollte. Es wird gesch&#228;tzt, dass etwa 30&#37; bis 70&#37; der augenchirurgischen F&#228;lle f&#252;r ISBCS geeignet sind, wobei die Vorteile, wie verbesserter Komfort f&#252;r Patienten und Angeh&#246;rige sowie potenzielle Zeit- und Kosteneinsparungen, hervorgehoben werden. F&#252;r einige Bef&#252;rworter k&#246;nnte eine Fallzahlsteigerung von bis zu 20&#37; zu erreichen sein.</Pgraph><Pgraph>Jedoch gibt es erhebliche Bedenken hinsichtlich der Verg&#252;tung f&#252;r ISBCS, insbesondere in Deutschland, wo Honorare f&#252;r das zweite Auge um bis zu 75&#37; gek&#252;rzt werden. Kritiker argumentieren, dass steigende Fallzahlen mit sinkenden Honoraren ein &#8222;Hamsterradeffekt&#8220; erzeugen k&#246;nnten, was die Qualit&#228;t der Patientenversorgung beeintr&#228;chtigen k&#246;nnte. Ein zus&#228;tzliches Risiko stellt die bilaterale Endophthalmitis dar, welche bei gleichzeitigen Operationen auftreten kann und als ernsthaftes Komplikationsrisiko gilt. Auch die erwartete Zielgenauigkeit bei refraktiven Ergebnissen wird infrage gestellt, da klinische Daten zeigen, dass nur 80&#37; bis 90&#37; der Eingriffe die gew&#252;nschten Ergebnisse erreichen. Eine Anpassung der Refraktion des zweiten Auges ist bei der simultanen Behandlung nicht mehr m&#246;glich.</Pgraph><Pgraph>Dar&#252;ber hinaus wird die thematisierte Problematik medizinischen Risiken durch vergangene Vorf&#228;lle verst&#228;rkt, wie eine Serie von Endophthalmitis-F&#228;llen in einem deutschen Krankenhaus, die 2000 f&#252;r gro&#223;e &#246;ffentliche Aufmerksamkeit sorgte. Diese Erlebnisse verdeutlichen, dass menschliche Fehler in der Medizin nicht vermeidbar sind und in einem Team auch systemische Probleme auftreten k&#246;nnen.</Pgraph><Pgraph>Zusammenfassend l&#228;sst sich festhalten, dass die Anwendung von ISBCS zwar potenziell die Produktivit&#228;t erh&#246;hen kann, jedoch die Frage bleibt, ob dies mit einem h&#246;heren Risiko einhergeht, ohne dass sich ein signifikanter medizinischer Nutzen ergibt. Um eine informierte Entscheidungsfindung zu erm&#246;glichen, m&#252;ssen sowohl &#196;rzte als auch das Management die Risiken und den potenziellen Nutzen der ISBCS genau abw&#228;gen.</Pgraph></TextBlock>
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