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    <ArticleType>Meeting Abstract</ArticleType>
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      <Title language="de">Quellenrekonstruktion der neuronalen Antwort auf die Grundfrequenz von Sprache auf Basis verschiedener auditorischer Modelle</Title>
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      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <MeetingCorporation>Deutsche Gesellschaft f&#252;r Audiologie e. V. und ADANO</MeetingCorporation>
        <MeetingName>27. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Audiologie und Arbeitstagung der Arbeitsgemeinschaft Deutschsprachiger Audiologen, Neurootologen und Otologen</MeetingName>
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        <MeetingSession>Freie Vortr&#228;ge 13: Schallperzeption</MeetingSession>
        <MeetingCity>G&#246;ttingen</MeetingCity>
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      <MainHeadline>Text</MainHeadline><Pgraph><Mark1>Fragestellung:</Mark1> Neuronale Sprachverarbeitung findet in fein abgestimmten Verarbeitungsstufen und -raten statt. Ein Stimulus, der die Komplexit&#228;t neuronaler Sprachkodierung besonders widerspiegelt, ist die Grundfrequenz von Sprache (F0). Fr&#252;here EEG-Studien fanden eine neuronale Antwort auf die Grundfrequenz mit einer Latenzzeit von wenigen Millisekunden, die von einer fr&#252;hen subkortikalen Verarbeitung dominiert wird. Dar&#252;ber hinaus haben MEG-Studien sp&#228;tere Beitr&#228;ge des auditorischen Kortex festgestellt, die durch h&#246;here Frequenzen im Spektrum von Sprache angetrieben werden. Einige Aspekte, darunter die genauen Latenzzeiten der verschiedenen Beitr&#228;ge entlang der H&#246;rbahn und ihre neuronalen Quellen, sind jedoch noch unklar.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Methoden:</Mark1> Wir analysierten EEG-Aufnahmen von 13 Probanden, die H&#246;rb&#252;cher mit einer Gesamtl&#228;nge von 40 Minuten h&#246;rten. Zun&#228;chst extrahierten wir zwei Stimuli, 1) das Tr&#228;gersignal um die Grundfrequenz selbst und 2) die H&#252;llkurvenmodulation im hochfrequenten Spektrum zwischen 200 und 4000 Hz. F&#252;r die Extraktion der H&#252;llkurven verwendeten wir verschiedene Methoden zur Berechnung der Hochfrequenzspektren: 1) einen Bandpassfilter mit konstanter Bandbreite, 2) eine Gammatone-Filterbank zur Approximation der frequenzabh&#228;ngigen Filter in der Cochlea und 3) ein Modell der auditorischen Peripherie, das die fr&#252;hen Stadien der auditorischen Verarbeitung widerspiegelt. Anschlie&#223;end trainierten wir lineare Modelle zur Enkodierung der neuronalen Antwort auf beide Stimuli und f&#252;r jede der Methoden. Schlie&#223;lich wendeten wir die inverse Quellenrekonstruktion an, um den neuronalen Ursprung der evozierten Aktivit&#228;t zu analysieren. </Pgraph><Pgraph><Mark1>Ergebnisse:</Mark1> F&#252;r alle Methoden fanden wir eine fr&#252;he Antwort auf den F0-Stimulus. Die Analyse der inversen Quellen ergab eine gr&#246;&#223;ere Aktivit&#228;t des Mittelhirns sowie einen geringeren Beitrag von Hirnstammquellen. &#196;hnliche neuronale Muster wurden f&#252;r die h&#246;herfrequenten H&#252;llkurvenmodulationen im Gammatone- und im auditorischen Peripherie-Modell festgestellt. Interessanterweise trat beim Modell der auditorischen Peripherie und des Bandpasses eine sp&#228;tere F0-gesteuerte Aktivit&#228;t im auditorischen Kortex mit linkshemisph&#228;rischem Bias auf. In diesen Modellen trat zudem eine weitere kortikale Aktivit&#228;t auf, die durch die H&#252;llkurvenmodulationen bei &#228;hnlichen Latenzen evoziert wurde wie Antworten, die in fr&#252;heren Studien mittels MEG identifiziert worden waren.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Schlussfolgerungen:</Mark1> Unsere Ergebnisse zeigen, dass die inverse Quellenanalyse ohne individuelle MRTs eine relativ genaue Bewertung der Beitr&#228;ge zur neuronalen Antwort bei der Grundfrequenz von Sprache erm&#246;glicht. Sie best&#228;tigen au&#223;erdem, dass die Antwort durch starke subkortikale Aktivit&#228;t mit schw&#228;cheren kortikalen Beitr&#228;gen gepr&#228;gt ist und in gewissem Ma&#223;e von der auditorischen Repr&#228;sentation des Inputs beeinflusst wird.</Pgraph></TextBlock>
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