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    <IdentifierDoi>10.3205/25dga063</IdentifierDoi>
    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-25dga0637</IdentifierUrn>
    <ArticleType>Meeting Abstract</ArticleType>
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      <Title language="de">Die CMV-Infektion: Herausforderung und Chance in der Diagnostik und Therapie der fr&#252;hkindlichen Schwerh&#246;rigkeit</Title>
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          <Affiliation>Universit&#228;tsklinikum Regensburg, Phoniatrie und P&#228;daudiologie, Regensburg, Deutschland</Affiliation>
          <Affiliation>in Vertretung f&#252;r die Delegiertengruppe der AWMF LL-Gruppe 0093&#47;003</Affiliation>
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        <Address>D&#252;sseldorf</Address>
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      <DatePublished>20250318</DatePublished>
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      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <MeetingCorporation>Deutsche Gesellschaft f&#252;r Audiologie e. V. und ADANO</MeetingCorporation>
        <MeetingName>27. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Audiologie und Arbeitstagung der Arbeitsgemeinschaft Deutschsprachiger Audiologen, Neurootologen und Otologen</MeetingName>
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        <MeetingSession>Freie Vortr&#228;ge 8: P&#228;daudiologie</MeetingSession>
        <MeetingCity>G&#246;ttingen</MeetingCity>
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      <MainHeadline>Text</MainHeadline><Pgraph>Nach genetischen Ursachen ist die konnatale Zytomegalievirus Infektion (cCMV) die infektiologische Hauptursache der angeborenen und fr&#252;hkindlich erworbenen Schwerh&#246;rigkeit. Auch wenn f&#252;r Deutschland keine Zahlen vorliegen, kann aus L&#228;ndern mit &#228;hnlicher Durchseuchung und Bev&#246;lkerungsstruktur abgesch&#228;tzt werden, dass in Deutschland j&#228;hrlich zwischen 1.500 und 4.500 Neugeborene mit einer cCMV-Infektion geboren werden, zwischen 5 und 10&#37; davon mit einer Schwerh&#246;rigkeit. Die cCMV-Infektion hat damit betr&#228;chtlichen Anteil an der fr&#252;hkindlichen Schwerh&#246;rigkeit. Grundlegend neu ist, dass sich damit neben der apparativen Versorgung Chancen einer antiviralen Therapie er&#246;ffnen.</Pgraph><Pgraph>Die Pr&#228;vention und Therapie der konnatalen Zytomegalievirus Infektion (cCMV) hat sich in den letzten Jahren erheblich gewandelt und erweitert, v.a. aufgrund von Fortschritten der vorgeburtlichen Behandlung der Infektion. Prim&#228;rinfektionen (PI) in der Schwangerschaft, die im ersten Trimenon einen gro&#223;en Teil der schweren Krankheitslast der Infektion erzeugen, werden immer h&#228;ufiger fr&#252;hzeitig erkannt. Optionen einer antiviralen Therapie zur Pr&#228;vention der Transmission bzw. Infektion des Fetus sind hoch wirksam. Ihre Anwendung steht in Deutschland potentiell ca. 50&#8211;60&#37; aller Schwangeren zur Verf&#252;gung, wenn eine Prim&#228;rinfektion nachgewiesen wird. Bei Nicht-Prim&#228;rinfektionen (NPI) steht die Therapie der Infektion des Neugeborenen und ihrer Krankheitsfolgen im Mittelpunkt. Wenngleich schwerere Verl&#228;ufe eher die Ausnahme sind, treten Schallempfindungsschwerh&#246;rigkeiten nicht weniger h&#228;ufig auf.</Pgraph><Pgraph>Das universelle Neugeborenenh&#246;rscreening (UNHS) ist entscheidend f&#252;r die Erfassung von Schallempfindungsschwerh&#246;rigkeiten, die zur H&#228;lfte bereits bei Geburt auftreten: Besteht der Verdacht einer Schwerh&#246;rigkeit, z&#228;hlt dies zu den wichtigsten Symptomen, bei denen eine cCMV-Testung erfolgen sollte, durch PCR-Nachweis der CMV-DNA im Urin oder Speichel. Gelingt dies bereits in der Geburts- oder Kinderklinik, kann die weitere Diagnostik ohne Verz&#246;gerung stattfinden, entscheidend f&#252;r einen fr&#252;hen Therapiebeginn. Der p&#228;daudiologischen Konfirmationsdiagnostik kommt dabei hohe Bedeutung zu: Neugeborene mit best&#228;tigter cCMV-Infektion sollten dabei priorisiert werden. Best&#228;tigt sich eine ein- oder beidseitige Schallempfindungsschwerh&#246;rigkeit innerhalb der ersten vier Lebenswochen, tr&#228;gt dies wesentlich bei zur Indikation einer peroralen antiviralen Therapie des Neugeborenen, i.d.R. mit Valganciclovir. Zumeist kann davon betr&#228;chtlicher Nutzen erwartet werden, durch eine Verbesserung des Geh&#246;rs oder eine Stabilisierung, indem eine Progression aufgehalten oder verhindert wird.</Pgraph><Pgraph>Eine langj&#228;hrige p&#228;daudiologische Nachsorge ist notwendig, um die ad&#228;quate apparative Versorgung sicherzustellen und eine Progression oder sp&#228;ter auftretende Schwerh&#246;rigkeiten fr&#252;h zu erkennen.</Pgraph><Pgraph>Der Beitrag nimmt Bezug auf die Entwicklung und bevorstehende Publikation der aktuellen S2k-Leitlinie, AWMF Reg.-Nr. 0093&#47;003.</Pgraph></TextBlock>
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