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    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-25swdgu431</IdentifierUrn>
    <ArticleType>Meeting Abstract</ArticleType>
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      <Title language="de">Makroh&#228;maturie mit intravesikaler Raumforderung bei einem jungen Mann &#8211; ein au&#223;ergew&#246;hnlicher Fall</Title>
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      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <MeetingCorporation>S&#252;dwestdeutsche Gesellschaft f&#252;r Urologie e.V.</MeetingCorporation>
        <MeetingName>65. Jahrestagung der S&#252;dwestdeutschen Gesellschaft f&#252;r Urologie e.V.</MeetingName>
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        <MeetingSession>Vortragssitzung 5: Der interessante Fall</MeetingSession>
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    <ArticleNo>V5.7</ArticleNo>
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      <MainHeadline>Text</MainHeadline><Pgraph><Mark1>Einleitung:</Mark1> Ein 26-j&#228;hriger junger Mann, der geb&#252;rtig aus dem Sudan stammte, stellte sich mit zwei Episoden einer schmerzlosen Makroh&#228;maturie beim niedergelassenen Urologen vor. Neben einem Z.n. Nikotinabusus und Z.n. Stei&#223;beinfistel bestanden keine Vorerkrankungen. </Pgraph><Pgraph><Mark1>Methode:</Mark1> In einer sonographischen Untersuchung durch den Urologen zeigte sich eine gro&#223;fl&#228;chige intravesikale Raumforderung, weshalb eine diagnostische Urethrozystoskopie durchgef&#252;hrt wurde. Bei hochgradigem Verdacht auf eine maligne Neoplasie wurde eine transurethrale Resektion der Harnblase (TUR-Blase) terminiert.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Ergebnisse:</Mark1> Endoskopisch imponierte eine gro&#223;fl&#228;chige Raumforderung am Blasenboden, der rechten Seitenwand und am Blasendach, eine histologische Untersuchung ergab eine eosinophilenreiche entz&#252;ndliche Ver&#228;nderung mit hochgradigem Verdacht auf das Vorliegen einer Schistosomiasis (Bilharziose). Mikroskopisch konnten Eier von Schistosoma haematobium im Urin nachgewiesen werden, eine Serologie auf Schistosoma spp. (P&#228;rchenegel) zeigte sich positiv. Laborchemisch bestand eine ausgepr&#228;gte Eosinophilie von 32,1&#37;. Nebenbefundlich konnte in der Stuhldiagnostik sowohl mikroskopisch als auch molekularbiologisch Giardia lamblia nachgewiesen werden. Aufgrund der deutlichen Eosinophilie wurde erg&#228;nzend eine Serologie auf Strongyloides spp. (Zwergfadenwurm) durchgef&#252;hrt, welche sich ebenfalls positiv zeigte. In der Stuhlmikroskopie konnten keine Larven von Strongyloides spp. nachgewiesen werden.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Schlussfolgerung:</Mark1> Die Schistosomiasis geh&#246;rt zu den h&#228;ufigsten Wurminfektionen weltweit und betrifft sch&#228;tzungsweise 230 Millionen Menschen. Der Zwischenwirt stellt eine Wasserschnecke dar, die im S&#252;&#223;wasser in vielen (sub-)tropischen Gebieten vorkommt. Eine Ansteckung erfolgt durch Wasserkontakt mit der Haut, bei dem Gabelschwanzlarven (Zerkarien) durch die Haut eindringen. Eine chronische urogenitale Schistosomiasis stellt einen wichtigen Risikofaktor f&#252;r die Entwicklung eines Plattenepithelkarzinoms der Harnblase dar. Die Erkrankung kann mittels medikament&#246;ser Therapie effektiv und kosteng&#252;nstig therapiert werden. Schistosoma spp. geh&#246;ren wie Strongyloides spp. zu den gewebsinvasiven Parasiten, die oft mit einer Eosinophilie und einer Erh&#246;hung des Gesamt-IgEs einhergehen. In der serologischen Diagnostik sind Kreuzreaktionen unter den Helminthen (W&#252;rmern) h&#228;ufig, weshalb bei fehlendem Nachweis der Larven im Stuhl unklar bleibt, ob auch eine zur&#252;ckliegende Infektion mit Strongyloides spp. besteht. Aufgrund der gesicherten Schistosomiasis wurde eine Therapie mit Praziquantel durchgef&#252;hrt. Da eine Strongyloidiasis jahrelang latent verlaufen und beispielsweise unter Immunsuppression zu einer fulminanten symptomatischen Erkrankung f&#252;hren kann, wurde im Verlauf auch eine Therapie mit Ivermectin durchgef&#252;hrt. Die Giardiasis wurde mit Metronidazol behandelt. Da bei dem Patienten ein ausgepr&#228;gter und fortgeschrittener Befall der Harnblase bestand, ist eine fachurologische Anbindung mit regelm&#228;&#223;iger Sonographie bzw. diagnostischer Urethrozystoskopie besonders wichtig. Aus infektiologischer Sicht sind regelm&#228;&#223;ige Kontrollen der Serologie, der Eosinophilen sowie der Urinmikroskopie von Bedeutung. 6 Monate nach der Therapie konnte ein Abfall der Eosinophilen von initial 32,1&#37; auf 14,1&#37; dokumentiert werden.</Pgraph></TextBlock>
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