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    <ArticleType>Meeting Abstract</ArticleType>
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      <Title language="de">Interdisziplin&#228;re Herausforderung: Renale pseudotumor&#246;se Raumforderung als seltene Manifestation der IgG4-assoziierten Erkrankung</Title>
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      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <MeetingCorporation>S&#252;dwestdeutsche Gesellschaft f&#252;r Urologie e.V.</MeetingCorporation>
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        <MeetingSession>Vortragssitzung 5: Der interessante Fall</MeetingSession>
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    <ArticleNo>V5.5</ArticleNo>
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      <MainHeadline>Text</MainHeadline><Pgraph><Mark1>Einleitung:</Mark1> IgG4-assoziierte Erkrankungen (IgG4-RD) sind eine Gruppe von systemischen, chronisch-fibromat&#246;sen Entz&#252;ndungen, die charakteristisch IgG4-positiven Plasmazellen in dem betroffenen Gewebe aufweisen. Die Inzidenz liegt bei ca. 1:100.000&#47;Jahr. Meist sind M&#228;nner mittleren oder h&#246;heren Alters betroffen, vor allem im asiatischen oder s&#252;damerikanischen Raum. Am h&#228;ufigsten ist das Pankreas betroffen. Seltener sind renale Manifestationen beschrieben. Aktuell existieren keine spezifischen Biomarker. Fibrotische Organver&#228;nderungen, erh&#246;hte IgG4-Serumspiegel und vermehrte IgG4-Plasmazellen im histologischen Pr&#228;parat sind die drei diagnostischen Hauptkriterien. Bei Symptomatik ist die systemische Gabe von Glukokortikoiden indiziert.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Methode:</Mark1> Wir pr&#228;sentieren den Fall eines 48-j&#228;hrigen Patienten, der initial mit diffusen Oberbauchbeschwerden und sonographischem V.a. auf eine tumor&#246;se Raumforderung des linken Nierenoberpols vorstellig wurde. Beim Vorliegen einer atraumatischen Rippenfraktur rechts, einer isolierten CRP-Erh&#246;hung sowie einem ungewollten Gewichtsverlust stand zun&#228;chst der V.a. ein Nierenkarzinom im Raum. Computertomographisch zeigte sich jedoch eine mehrfach, septierte, zentral liquide Formation mit wandverdickter Kapsel (ca. 11 cm messend) am linken Oberpol, welche als infizierte Zyste oder Abszess interpretiert wurde. Es erfolgte die Einlage von insgesamt zwei CT-gesteuerten Drainagen sowie eine Antibiose mit Amoxicillin&#47;Clavulans&#228;ure. Die mikrobiologischen als auch urinzytologischen Befunde waren komplett unauff&#228;llig. Bei anhaltender F&#246;rderung von wei&#223;lich putridem Material &#252;ber die Drainagen, ansteigendem CRP und persistierendem Verhalt im Verlaufs-CT, erfolgte letztendlich die lumbale Nierenfreilegung mit Er&#246;ffnung der &#8222;Abszessh&#246;hle&#8220; und Exzision der Abszessmembranen. Der postoperative Verlauf war bis auf eine kleine Wundheilungsst&#246;rung problemlos.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Ergebnisse:</Mark1> Der intraoperative Schnellschnitt gab keinen Anhalt f&#252;r Malignit&#228;t. Im endg&#252;ltigen histologischen Befund wurden herdf&#246;rmige IgG4-positive Plasmazellen detektiert, die histomorphologisch mit einer IgG4-assoziierten Erkrankung vereinbar sind. Serologisch zeigte sich kein erh&#246;hter IgG4-Titer. Im FDG-PET-CT best&#228;tigte sich ein stark angehobener regionaler Glucosemetabolismus im Bereich des linken Nierenoberpols. Weitere Manifestationen insb. einer Pankreatitis zeigten sich nicht. Von Seiten der Rheumatologen wurde bei der lokalisierten und operativ behandelten Problematik zun&#228;chst eine Verlaufskontrolle und Neubewertung in 3 Monaten empfohlen. Von einer Systemtherapie wurde zun&#228;chst Abstand genommen.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Schlussfolgerung:</Mark1> IgG4-RD zeigen eine zunehmende Inzidenz. H&#228;ufig werden Patienten mit IgG4-assoziierten Pseudotumoren unter dem Verdacht eines Malignoms gro&#223;en operativen Eingriffen unterzogen &#8211; mit teils schwerwiegenden Komplikationen &#8211; bevor die korrekte Diagnose gestellt werden kann, da dies meist erst histologisch anhand des postoperativ vorliegenden Pr&#228;parats erfolgen kann. Das Bewusstsein f&#252;r das m&#246;gliche Vorliegen einer IgG4-RD sollte gest&#228;rkt werden, um mittels Studien bessere Algorithmen entwickeln zu k&#246;nnen, die es erlauben die Diagnose schneller und spezifischer zu stellen und so unn&#246;tige operative Eingriffe zu vermeiden.</Pgraph></TextBlock>
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