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    <ArticleType>Meeting Abstract</ArticleType>
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      <Title language="de">Seltene Differenzialdiagnose zu Morbus Crohn: Fall einer bovinen Tuberkulose und die Relevanz der richtigen Materialaufarbeitung</Title>
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      <DatePublished>20250530</DatePublished>
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      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <MeetingCorporation>Niederrheinisch-Westf&#228;lische Gesellschaft f&#252;r Chirurgie</MeetingCorporation>
        <MeetingCorporation>Gesellschaft f&#252;r Gastroenterologie in Nordrhein-Westfalen e.V.</MeetingCorporation>
        <MeetingName>191. Jahrestagung der Niederrheinisch-Westf&#228;lischen Gesellschaft f&#252;r Chirurgie, 33. Jahrestagung der Gesellschaft f&#252;r Gastroenterologie</MeetingName>
        <MeetingTitle>Viszeralmedizin NRW 2025</MeetingTitle>
        <MeetingSession>Chirurgie</MeetingSession>
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      <MainHeadline>Text</MainHeadline><Pgraph>Ein 36-j&#228;hriger, aus Syrien stammender Patient, stellte sich mit Bauchschmerzen und Gewichtsverlust vor. </Pgraph><Pgraph>Vor 6 Jahren wurde bei einer Stenose im Ileum und Aszendens eine Hemikolektomie rechts durchgef&#252;hrt, da intraoperativ der Befund malignit&#228;tsverd&#228;chtig schien. Die Histologie zeigte eine granulomat&#246;se Entz&#252;ndung in &#220;bereinstimmung mit Morbus Crohn, eine Tuberkulose konnte hier ausgeschlossen werden. Eine Ziehl-Neelsen F&#228;rbung und ein Quantiferon Test ergaben ebenfalls negative Ergebnisse. Zun&#228;chst erlangte der Patient f&#252;r ca. 4 Jahre postoperative Beschwerdefreiheit.</Pgraph><Pgraph>In der aktuellen Koloskopie zeigte sich erneut eine Stenose des ileokolischen &#220;berganges, die Biopsie wies eine granulomat&#246;se Entz&#252;ndung auf. Ein MRT zeigte das typische Bild einer Ileitis Terminals. Bei Verdacht auf Morbus Crohn wurde der Patient laparoskopisch operiert. Intraoperativ best&#228;tigte sich die Stenose im Anastomosenbereich, au&#223;erdem zeigte sich ein Befund, der makroskopisch einer Peritonealkarzinose &#228;hnelte. Es wurde reseziert und anastomosiert, das Material wurde zur Tuberkulose-Diagnostik abgegeben. Die pathologische Aufarbeitung schloss eine Tuberkulose wieder aus, sodass weiterhin der Verdacht auf Morbus Crohn und differenzialdiagnostisch der Verdacht auf eine Sarkoidose bestand. Das Vorliegen einer Sarkoidose konnte im Verlauf ausgeschlossen werden, da ein isolierter D&#252;nndarmbefall &#228;u&#223;erst selten ist und keine Lungenbeteiligung dargestellt werden konnte. Letztendlich wurde Mykobacterium tuberculosis erneut nicht nachgewiesen. Ein Nachbericht aus der nativen, mikrobiologischen Aufarbeitung zeigte jedoch das Vorliegen von Mycobacterium bovis, entsprechend einer Rindertuberkulose. </Pgraph><Pgraph>Die Rindertuberkulose ist eine seltene Zoonose, die meist durch Verzehr von unpasteurisierter Milch &#252;bertragen wird. </Pgraph><Pgraph>Unser Fall beschreibt die Relevanz des differenzialdiagnostischen Denkens und erinnert daran, dass ein negativer Befund eine m&#246;gliche Erkrankung nicht immer g&#228;nzlich ausschlie&#223;t. Es muss auch gepr&#252;ft werden, ob eine passende Aufarbeitung des Probenmaterials stattgefunden hat.</Pgraph></TextBlock>
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