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      <Title language="de">&#196;u&#223;erst seltene Differentialdiagnose in der Gastroenterologie: Die Eosinophile Hepatitis &#8211; Case Report und Review of the literature</Title>
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      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <MeetingCorporation>Niederrheinisch-Westf&#228;lische Gesellschaft f&#252;r Chirurgie</MeetingCorporation>
        <MeetingCorporation>Gesellschaft f&#252;r Gastroenterologie in Nordrhein-Westfalen e.V.</MeetingCorporation>
        <MeetingName>191. Jahrestagung der Niederrheinisch-Westf&#228;lischen Gesellschaft f&#252;r Chirurgie, 33. Jahrestagung der Gesellschaft f&#252;r Gastroenterologie</MeetingName>
        <MeetingTitle>Viszeralmedizin NRW 2025</MeetingTitle>
        <MeetingSession>Interdisziplin&#228;r</MeetingSession>
        <MeetingCity>Essen</MeetingCity>
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      <MainHeadline>Text</MainHeadline><Pgraph>Ein 66-j&#228;hriger Patient wurde im Dezember 2023 aufgrund einer Hyperbilirubin&#228;mie mit begleitendem Ikterus und dem Verdacht auf eine autoimmunh&#228;molytische An&#228;mie in unserer Klinik station&#228;r aufgenommen. Eine &#228;hnliche Episode trat bereits im Jahr 2021 auf, bei der der Verdacht auf eine autoimmunh&#228;molytische An&#228;mie des W&#228;rmetyps sowie eine cholestatische Hepatitis mit benigner Papillenstenose ge&#228;u&#223;ert wurde. Infolgedessen erfolgte eine endoskopische Papillotomie mit Stentimplantation, nach der die Beschwerden zun&#228;chst r&#252;ckl&#228;ufig waren. Aktuell berichtete der Patient &#252;ber allgemeines Schw&#228;chegef&#252;hl, Dunkelf&#228;rbung des Urins, Pruritus und gelegentliches Fieber. Laborchemisch zeigte sich eine signifikante Hyperbilirubin&#228;mie von 10 mg&#47;dl bei lediglich leicht erh&#246;hten Cholestaseparametern. Die H&#228;molyseparameter (Haptoglobin, LDH) waren unauff&#228;llig. Im Differentialblutbild imponierte allerdings eine ausgepr&#228;gte Eosinophilie mit einem Anteil von 42&#37;. Die mikrobiologischen Untersuchungen, einschlie&#223;lich Stuhlproben auf Wurmeier, Am&#246;ben und Lamblien, sowie Blutkulturen ergaben keine Auff&#228;lligkeiten. Ein vergangener Auslandsaufenthalt war nicht bekannt. Auff&#228;llig war eine Diskordanz zwischen einem deutlich erh&#246;hten Procalcitonin Wert und einem nur gering erh&#246;hten C-reaktiven Protein (CRP). Die MR-Abdomen&#47;MRCP-Untersuchung ergabe keine Hinweise auf eine strukturelle Erkrankung der Gallenwege (PSC&#47;PBC). Hepatopathie-Tests zeigten keine Hinweise einer viralen oder autoimmunbedingten Hepatitis. Die persistierende Eosinophilie im Differentialblutbild konnte zun&#228;chst nicht erkl&#228;rt werden. Bei weiterhin steigenden Bilirubinwerten, jedoch fallenden Leberwerten, entschieden wir uns zur Durchf&#252;hrung einer Leberbiopsie, die das Bild einer eosinophilen Hepatitis zeigte, was auf eine Organinfiltration durch eosinophile Granulozyten hindeutete. Eine erg&#228;nzende Knochenmarkspunktion best&#228;tigte das Vorhandensein reifer eosinophiler Granulozyten im Knochenmark, ohne Hinweise auf eine Neoplasie oder Leuk&#228;mie. Nach interdisziplin&#228;rer Konsultation mit der h&#228;mato-onkologischen Abteilung wurde differentialdiagnostisch ein hypereosinophiles Syndrom (HES) in Betracht gezogen. Eine Therapie mit 150 mg Prednisolon wurde eingeleitet, woraufhin sich eine Normalisierung der Eosinophilen im Blutbild und eine R&#252;ckbildung des Bilirubins sowie der Entz&#252;ndungsmarker zeigten. </Pgraph><Pgraph>Wie in der vorliegenden Fallbeschreibung dokumentiert, stellt die eosinophile Hepatitis eine seltene, jedoch klinisch relevante Differenzialdiagnose unter den Hepatitiden dar. Die Diagnose erfolgt durch eine Kombination aus klinischer Untersuchung, Laboranalysen, bildgebenden Verfahren und Leberbiopsie, um die Infiltration von Eosinophilen in der Leber zu best&#228;tigen und andere potenzielle Ursachen auszuschlie&#223;en.</Pgraph><Pgraph>Die &#196;tiologie der eosinophilen Hepatitis kann vielf&#228;ltig sein, einschlie&#223;lich allergischer Reaktionen auf Medikamente, parasit&#228;rer Infektionen oder autoimmuner Erkrankungen. Die therapeutische Strategie richtet sich nach der zugrundeliegenden Ursache und umfasst typischerweise das Absetzen ausl&#246;sender Medikamente sowie den Einsatz von Kortikosteroiden zur Kontrolle der Entz&#252;ndungsreaktion. Eine fr&#252;hzeitige Diagnosestellung und Intervention sind entscheidend, um das Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern und die Leberfunktion zu erhalten. In seltenen, therapierefrakt&#228;ren F&#228;llen kann die Einleitung einer zus&#228;tzlichen immunsuppressiven Therapie erforderlich sein.</Pgraph></TextBlock>
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