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    <ArticleType>Meeting Abstract</ArticleType>
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      <Title language="de">Thermische Verletzungen des &#228;u&#223;eren Genitals bei Kindern und Jugendlichen</Title>
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        <Email>engel.veronika&#64;gmx.de</Email>
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        <Email>salmai.turial&#64;unimedizin-mainz.de</Email>
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        <Email>alexandra.nyiredi&#64;unimedizin-mainz.de</Email>
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      <DatePublished>20260121</DatePublished>
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        <MeetingTitle>Jahrestagung Kinderurologie 2026</MeetingTitle>
        <MeetingSession>&#196;u&#223;eres Genitale I</MeetingSession>
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      <MainHeadline>Text</MainHeadline><Pgraph><Mark1>Hintergrund:</Mark1> Thermische Verletzungen z&#228;hlen zu den h&#228;ufigsten Notfallvorstellungsgr&#252;nden im Kindes- und Jugendalter. Verbr&#252;hungen machen dabei den Gro&#223;teil der Verletzungen aus; Verletzungen des &#228;u&#223;eren Genitals sind jedoch selten und erfordern aufgrund ihrer funktionellen Bedeutung sowie m&#246;glicher Komplikationen eine multidisziplin&#228;re Versorgung.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Fallbericht:</Mark1> Wir berichten &#252;ber einen 4-j&#228;hrigen Jungen mit blasentragender Verbr&#252;hung von 30&#37; der K&#246;rperoberfl&#228;che nach versehentlichem Herabfallen eines Topfes mit kochendem Wasser. Betroffen waren Thorax, Abdomen, rechter Arm (zirkul&#228;r am Handgelenk), beide Beine (zirkul&#228;r am linken Unterschenkel), der linke Fu&#223; sowie der Genitalbereich. Eine initiale K&#252;hlung war nicht erfolgt. Der Patient wurde sediert durch den Notarzt &#252;bergeben und gemeinsam mit der p&#228;diatrischen Intensivstation versorgt. Die Erstbehandlung umfasste ein gro&#223;fl&#228;chiges D&#233;bridement sowie die Applikation von Polyhexanid-Gel und Celluloseacetat-Maschennetz. Aufgrund der ausgepr&#228;gten Schwellung und blasigen, oberfl&#228;chlich-dermalen Verbr&#252;hung des zirkumzidierten Genitals erfolgten die Einlage eines transurethralen Ballonkatheters und eine analoge Wundbehandlung. Trotz persistierender Schwellung und Sekretion heilte die Verletzung im Genitalbereich narbenfrei ab; der Katheter konnte nach 14 Tagen komplikationslos entfernt werden.</Pgraph><Pgraph>Im weiteren Verlauf zeigte der Patient einen oberen Atemwegsinfekt mit multiplen Erregernachweisen, weshalb zeitweise eine HFNC-Therapie notwendig war. Insgesamt mussten ca. 10&#37; der verbr&#252;hten K&#246;rperoberfl&#228;che aufgrund tief-dermaler Sch&#228;den nach Nekrektomie mittels Spalthauttransplantation versorgt werden.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Diskussion:</Mark1> In Deutschland werden j&#228;hrlich etwa 30.000 Kinder wegen thermischer Verletzungen behandelt; 2023 wurden 1.864 station&#228;re F&#228;lle im nationalen Verbrennungsregister erfasst. Verbr&#252;hungen aus h&#228;uslichen Situationen dominieren (97&#37;), zumeist durch hei&#223;e Getr&#228;nke oder Fl&#252;ssigkeiten. Genitalverletzungen machen nur etwa 6&#37; der F&#228;lle aus, sind jedoch h&#228;ufig komplex. Das therapeutische Spektrum reicht von konservativer Wundversorgung &#252;ber Biotextile Matrix (BTM) bis hin zu Spalt- oder Vollhauttransplantationen. Insbesondere Hauttransplantationen am Penis sind in der Literatur mit einer erh&#246;hten Rate an Transplantatversagen beschrieben, weshalb der Erhalt oberfl&#228;chlicher Strukturen und eine m&#246;glichst konservative Therapie im Vordergrund stehen.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Schlussfolgerung:</Mark1> Dieser Fall unterstreicht die Bedeutung einer fr&#252;hzeitigen interdisziplin&#228;ren Versorgung thermischer Verletzungen des &#228;u&#223;eren Genitals bei Kindern. Trotz erheblicher Schwellung und oberfl&#228;chlich-dermaler Sch&#228;digung kann bei ad&#228;quater Behandlung eine narbenfreie Heilung erreicht werden. Gleichzeitig verdeutlicht der Fall die Relevanz strukturierter Registerdaten und die Notwendigkeit spezialisierter Zentren f&#252;r schwerbrandverletzte Kinder.</Pgraph></TextBlock>
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