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    <ArticleType>Meeting Abstract</ArticleType>
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      <Title language="de">Akzeptanz und Nutzen von humanoiden- und Servicerobotern in Pflegeeinrichtungen &#8211; eine empirische Studie zu Navel und Temi</Title>
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        <Address>Fraunhofer IIS, Am Wolfsmantel 33, 91058 Erlangen, Deutschland<Affiliation>Fraunhofer IIS, Erlangen, Deutschland</Affiliation></Address>
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      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <MeetingName>9. Fachtagung Technik &#8211; Ethik &#8211; Gesundheit</MeetingName>
        <MeetingTitle>K&#252;nstliche Intelligenz: Die digitale Zukunft in der Pflege gestalten</MeetingTitle>
        <MeetingSession>Akzeptanz von und Erfahrungen mit digitalen M&#246;glichkeiten</MeetingSession>
        <MeetingCity>N&#252;rnberg</MeetingCity>
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      <MainHeadline>Text</MainHeadline><SubHeadline>Einleitung &#38; Motivation</SubHeadline><Pgraph>Die demografische Entwicklung und die damit verbundene Zunahme &#228;lterer Menschen stellen eine wachsende Herausforderung f&#252;r das aktuell verf&#252;gbare Pflegepersonal dar <TextLink reference="1"></TextLink>. Der Fachkr&#228;ftemangel und die zunehmende Belastung der Pflegenden erfordern dringend neue L&#246;sungsans&#228;tze &#8211; bereits heute gibt es rund 1,7 Millionen Besch&#228;ftigte in der Pflege, doch viele arbeiten unter hoher Belastung mit &#220;berstunden und Zeitdruck. Folglich ist die Situation in der Altenpflege besonders herausfordernd, da auf 100 gemeldete Stellen lediglich 19 arbeitssuchende Pflegekr&#228;fte entfallen &#8211; vor zehn Jahren waren es noch 68. Um eine bedarfsgerechte Versorgung langfristig sicherzustellen, wird bis zum Jahr 2030 ein zus&#228;tzlicher Bedarf von rund 300.000 Pflegefachkr&#228;ften prognostiziert <TextLink reference="2"></TextLink>. </Pgraph><Pgraph>Um den steigenden Anforderungen gerecht zu werden und qualitative Standards beizubehalten, muss auch die Digitalisierung in der Branche mitziehen <TextLink reference="3"></TextLink>. Im Rahmen des Projekts Pflege 2030 (gef. vom Bayerischen Gesundheitsministerium) wurde die Einf&#252;hrung des sozialen Roboters Navel <TextLink reference="4"></TextLink> (Abbildung 1 a <ImgLink imgNo="1" imgType="figure" />) und des Serviceroboters Temi <TextLink reference="5"></TextLink> (Abbildung 1 b <ImgLink imgNo="1" imgType="figure" />) in einer Pflegeeinrichtung untersucht. Ziel war es, die Akzeptanz, den Nutzen sowie m&#246;gliche &#196;ngste gegen&#252;ber Robotern und k&#252;nstlicher Intelligenz (KI) zu evaluieren und festzustellen, wie diese Technologien den Pflegealltag unterst&#252;tzen k&#246;nnen <TextLink reference="6"></TextLink>. Die vorliegende Studie beleuchtet die Ergebnisse dieser Untersuchung und die praktischen Einsatzm&#246;glichkeiten sowie Herausforderungen bei der Implementierung von KI-gest&#252;tzten Robotern im Pflegebereich.</Pgraph><SubHeadline>Material &#38; Methoden</SubHeadline><Pgraph>Die explorative Studie wurde als Mixed-Measures-Design mit einer gleichverteilten Randomisierung der Roboter konzipiert. Es handelt sich um eine Within-Subject-Erhebung von zwei Gruppen mit gleichem Nutzungsgrad der Roboter sowie identischen Skalen und Items bei der quantitativen Erhebung via Frageb&#246;gen. Zudem wurde eine weitere Exploration angestellt, in welcher die Heimbewohner frei mit Navel und Temi interagieren konnten. Das beobachtete Verhalten wurde dokumentiert und durch eine anschlie&#223;ende Selbstauskunft erg&#228;nzt.</Pgraph><Pgraph>Die quantitativen Daten wurden vor und nach der praktischen Untersuchung in Form eines Onlinefragebogens &#252;ber die Online-Plattform LimeSurvey erhoben. Die Teilnehmenden waren zu 100&#37; Angestellte der Pflegeeinrichtung. In der ersten Erhebung wurden die Einstellungen und Erwartungen der Teilnehmenden hinsichtlich von Robotern erfasst. Im Anschluss kam es zu einer praktischen Erprobung und Vorstellung der beide Roboter, woraufhin eine erneute Befragung des Personals erfolgte. Die Messwiederholung wurde durchgef&#252;hrt, um Ver&#228;nderungen in der Akzeptanz, dem wahrgenommenen Nutzen und m&#246;glichen Bedenken durch die Interaktion mit den Systemen zu erheben.</Pgraph><Pgraph>Die Akzeptanz von Technologien konnte dabei mit Hilfe eines modifizierten TAM-Fragebogens erhoben werden <TextLink reference="7"></TextLink>, welcher urspr&#252;nglich von Davis <TextLink reference="8"></TextLink> konstruiert wurde. Aus Gr&#252;nden der besseren internen Validit&#228;t (Cronbach&#8217;s &#945;&#61;.92) enth&#228;lt dieser Fragebogen nur noch zw&#246;lf der ursp&#252;nglichen vierzehn Items. Diese zw&#246;lf Items teilen sich &#252;ber zwei Subskalen mit jeweils sechs Items auf.</Pgraph><Pgraph>W&#228;hrend der Erhebung der Daten nahmen &#8805;10 Versuchspersonen bis zum Ende beider Befragungen teil. Nur Frageb&#246;gen, welche vollst&#228;ndig ausgef&#252;llt wurden und in denen die Proband:innen die Kontrollfrage zur Testung der Aufmerksamkeit erfolgreich beantwortet haben, wurden in die Auswertung miteinbezogen. Au&#223;erdem wurden Datens&#228;tze entfernt, welche eine starke Systematik in ihrer Beantwortung aufwiesen. Von den insgesamt zehn erhobenen Datens&#228;tzen haben acht die G&#252;tekriterien der quantitativen Befragung nicht erf&#252;llt. Die bereinigte Stichprobe der quantitativen Erhebung liegt somit bei N&#61;2, w&#228;hrend die qualitative Untersuchung vor Ort mit  N&#8805;13 etwas h&#246;her ausf&#228;llt. Voraussetzungen f&#252;r die Teilnahme waren Vollj&#228;hrigkeit, eine unterschriebene Datenschutzerkl&#228;rung und gute Deutschkenntnisse, um Verst&#228;ndnisschwierigkeiten vorzubeugen.</Pgraph><Pgraph>F&#252;r eine praxisnahe Untersuchung wurden die beiden Roboter in der Belia-Pflegeeinrichtung im Raum Duisburg (NRW) getestet und der Einsatz von geschultem Pflegepersonal bewertet. Zu Beginn der praktischen Untersuchung wurden alle teilnehmenden Personen &#252;ber die Funktionsweise der beiden Roboter aufgekl&#228;rt und hatten die M&#246;glichkeit R&#252;ckfragen zu stellen. Daraufhin wurden in Form einer gleichverteilten Randomisierung zwei Gruppen gebildet. Das Personal wurde entweder der Gruppe Navel oder Temi zugewiesen, wobei im weiteren Verlauf die Gruppen getauscht wurden, sodass alle Proband:innen beide Roboter ausprobieren konnten. Innerhalb der Gruppen konnten die Pflegekr&#228;fte die Funktionen der Roboter f&#252;r ca. 40 Minuten ausprobieren und sich in weiteren 20 Minuten &#252;berlegen, welche allt&#228;glichen Aufgaben der Roboter unterst&#252;tzen oder sogar &#252;bernehmen k&#246;nnte. Im weiteren Verlauf wurden mit den Gruppen standardisierte Interviews durchgef&#252;hrt (siehe Abbildung 2 <ImgLink imgNo="2" imgType="figure" />), um sowohl die Vor- als auch Nachteile der Einsatzm&#246;glichkeiten genauer zu beleuchten. Nach den Interviews tauschten die Gruppen, um den jeweils anderen Roboter auszuprobieren.</Pgraph><Pgraph>Am Ende der Erprobungsphase durch die Mitarbeitenden hatten auch die Bewohner:innen des Pflegeheims die M&#246;glichkeit mit den Robotern zu interagieren. Diese Interaktionen wurde beobachtet und ausgewertet, um das vorliegende Stimmungsbild gegen&#252;ber den Robotern zu erfassen (siehe Abbildung 1 c&#38;d <ImgLink imgNo="1" imgType="figure" />).</Pgraph><Pgraph>Alle teilnehmenden Personen wurden im Rahmen der ethischen Richtlinien, &#252;ber das Thema der Studie aufgekl&#228;rt, best&#228;tigten die Verarbeitung ihrer Daten und konnten zu jeder Zeit die Untersuchung abbrechen.</Pgraph><SubHeadline>Ergebnisse</SubHeadline><Pgraph>Die Auswertung der Onlinefrageb&#246;gen ergab, dass die Akzeptanz von Robotern, zumal bei &#228;lteren Pflegekr&#228;ften, nach der direkten Interaktion deutlich anstieg. Vor dem Einsatz zeigten vor allem &#228;ltere Pflegekr&#228;fte Skepsis, insbesondere hinsichtlich technischer Komplexit&#228;t und der Sorge, dass Roboter menschliche Pflegekr&#228;fte ersetzen k&#246;nnten. Nach der praktischen Anwendung berichteten jedoch ausnahmslos alle Teilnehmer von einer positiven Erfahrung mit den Robotern. Beide Systeme wurden als intuitiv bedienbar und praktische Unterst&#252;tzung im Pflegealltag wahrgenommen.</Pgraph><Pgraph>Spezifisch das Pflegepersonal bewertete die St&#228;rken des Serviceroboters (Temi) in organisatorischen Aufgaben wie der autonomen Distribution von kleineren G&#252;tern und als Wegweiser f&#252;r Besucher als besonders hilfreich. Gerade durch die direkte Unterst&#252;tzung von Routineg&#228;ngen, wie der &#220;berwachung bei Nacht, und m&#246;glichen &#220;bernahmen von Aufgaben im Service wurde Temi vom Personal als Bereicherung wahrgenommen. Dies unterstreichen auch Aussagen der Mitarbeitenden, wie: &#8222;K&#246;nnen Sie den (Temi) nicht bei uns lassen&#63;&#8220; und &#8222;Er kann direkt heute anfangen&#8221;.</Pgraph><Pgraph>Der humanoide Roboter Navel wurde dagegen von allen Parteien f&#252;r seine soziale Interaktionsf&#228;higkeit gesch&#228;tzt. Die emotionale Unterst&#252;tzung in Gespr&#228;chen mit Bewohner:innen, sowie die F&#228;higkeit der Protokollierung k&#246;nnte dem Pflegepersonal helfen, die geforderte Verschriftlichung der Biografie abzunehmen. Au&#223;erdem k&#246;nnte Navel, laut dem Pflegepersonal, in Zukunft eine gro&#223;e Hilfe bei der Validierung von Demenz- und Alzheimererkrankten darstellen. Aber auch die Bewohner:innen wissen den Roboter zu sch&#228;tzen. Durch das Wahrnehmen von Emotionen und die direkte R&#252;ckmeldung zu gestellten Fragen und angesprochenen Themen kann der soziale Roboter auch eine pers&#246;nliche Verbindung zu den Bewohnern aufbauen, welche von diesen als besonders positiv bewertet wird <TextLink reference="9"></TextLink>. Die Reaktion der Heimbewohner:innen auf Navel war sehr gut, was diese im Interview durch empfundenen Spa&#223; und hoher Zufriedenheit in der Interaktion mit Navel widerspiegelten (s. Abbildung 1c <ImgLink imgNo="1" imgType="figure" />).</Pgraph><Pgraph>Allerdings waren die Reaktionszeiten &#8211; wahrscheinlich der vorhandenen Netzwerkverbindung zum GPT-Server geschuldet &#8211; etwas langsam, die Reaktionszeit f&#252;r jede Anfrage betrug ca. 3 Sekunden zwischen Anfrage und Antwort. Nicht jeder Anfrage wurde von Navel gleicherma&#223;en zufriedenstellennd beantwortet, die Bitte &#8222;Sing mit ein Lied&#8220; wurde mit der Rezitation des kompletten Liedtextes (&#8222;Der Mond ist aufgegangen&#8220;) beantwortet.</Pgraph><Pgraph>Dass Navel auch weniger als &#8222;Roboter&#8220;, sondern als eine eigenst&#228;ndige Entit&#228;t wahrgenommen wird, zeigt der Umgang mit dem System. Eine Bewohnerin nannte Navel: &#8222;einen kleinen netten Kerl&#8221; und eine weitere beschrieb ihn als &#8222;kleinen Enkel&#8220;. Auch als Navel einem &#228;lteren Herrn den Weg blockierte, fragte dieser sehr h&#246;flich, ob &#8222;der Bursch&#8221; ihm etwas Platz machen k&#246;nnte.</Pgraph><Pgraph>Allerdings wurden seitens der Pflegekr&#228;fte auch Herausforderungen identifiziert: Zum Zeitpunkt der Studie konnte Navel w&#228;hrend des Sprechens nicht unterbrochen werden, sodass er jeden Satz vollst&#228;ndig beenden musste. Diese Einschr&#228;nkung k&#246;nnte jedoch in der Programmierung behoben werden. Zudem sind sowohl Navel als auch Temi bei ihrer eigenst&#228;ndigen Navigation auf eine einzelne Etage beschr&#228;nkt, da sie weder Treppen noch Aufz&#252;ge eigenst&#228;ndig &#252;berwinden k&#246;nnen. Des Weiteren wurde Navel von einigen Befragten aufgrund seiner geringen Gr&#246;&#223;e als potenzielle Stolpergefahr wahrgenommen.</Pgraph><SubHeadline>Diskussion</SubHeadline><Pgraph>Die Ergebnisse zeigen, dass Serviceroboter wie Temi bzw. Soziale Roboter wie Navel ein gro&#223;es Potenzial im Pflegesektor besitzen. Besonders hervorzuheben ist die erh&#246;hte Akzeptanz nach direkter Interaktion mit den Technologien. Die Pflegekr&#228;fte, welche anf&#228;nglich Bedenken &#228;u&#223;erten, revidierten diese nach der praktischen Anwendung und spiegelten eine hohe Zufriedenheit wider <TextLink reference="10"></TextLink>. Ebenso ging aus den Gespr&#228;chen hervor, dass Roboter nicht als Ersatz f&#252;r menschliche Pflegekr&#228;fte wahrgenommen werden, sondern als erg&#228;nzende Unterst&#252;tzung, insbesondere bei Routine und sozialen Aufgaben.</Pgraph><Pgraph>Die Herausforderungen, wie die begrenzte Mobilit&#228;t der untersuchten Systeme und die kindliche Erscheinung von Navel, weisen jedoch darauf hin, dass die Implementierung solcher Technologien in der Pflege weiterhin sorgf&#228;ltig geplant und angepasst werden muss. Dazu w&#252;rde die &#220;berwindung von vertikalen H&#252;rden, wie Treppen und Fahrst&#252;hlen, aber auch das automatische Umfahren von Fachpersonal geh&#246;ren. Die Pflegekr&#228;fte weisen eine hohe Bereitschaft und Akzeptanz gegen&#252;ber der untersuchten Technologien auf, was zu konstruktiven Einsatzm&#246;glichkeiten beitr&#228;gt. Besonders in der Besch&#228;ftigung und potenziellen Verschriftlichung von Biografien der Bewohner:innen wird bei Navel als ein gro&#223;es Potential gesehen.</Pgraph><Pgraph>Trotz dessen sollten die Ergebnisse dieser Arbeit mit Vorsicht betrachtet werden, da die Untersuchung durch die niedrige R&#252;cklaufquote der Onlinefrageb&#246;gen mit N&#61;2 keine statistische Aussagekraft liefert. Dennoch bieten die qualitativen Erkenntnisse (N&#8805;13) eine gute Grundlage, potenzieller Anwendungsgebiete beider Robotersysteme und ein verh&#228;ltnism&#228;&#223;ig homogenes Meinungsbild zu Robotern in der Pflege aus Sicht des Personals und dessen Bewohnern. Um die Erkenntnisse jedoch zu generalisieren und auf eine Gesamtheit zu &#252;bertragen, w&#228;re eine gr&#246;&#223;er angesetzte Studie erforderlich, die mehr Teilnehmende aus unterschiedlichen Pflegeeinrichtungen einbezieht. Eine solche Studie k&#246;nnte helfen, die Ergebnisse zu best&#228;tigen und etwaige regional oder institutionsspezifische Unterschiede in der Akzeptanz und Nutzung der Roboter zu identifizieren.</Pgraph><Pgraph>Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Ergebnisse best&#228;tigen, dass der Einsatz von Servicerobotern in der Pflege positive Auswirkungen auf deren Akzeptanz und den Alltag der Pflegekr&#228;fte, sowie Bewohnerinnen aufweisen. Beide Robotersysteme, Temi und Navel, konnten ihr jeweiliges Einsatzpotenzial erfolgreich entfalten und wurden als n&#252;tzliche Erg&#228;nzungen im Pflegealltag wahrgenommen. Die Bedenken und &#196;ngste, insbesondere von &#228;lteren Pflegekr&#228;ften, konnten durch die Vorstellung und direkte Anwendung deutlich reduziert werden. F&#252;r eine erfolgreiche Implementierung von Robotern in der Pflege sollten bestehende technische Herausforderungen adressiert und kontinuierlich an die Bed&#252;rfnisse der Fachkr&#228;fte ausgerichtet werden. Zudem empfiehlt es sich, die Schulung und Integration der Technologien weiter voranzutreiben, um das Potenzial von Robotern im Pflegebereich vollst&#228;ndig zu nutzen.</Pgraph></TextBlock>
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