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    <IdentifierDoi>10.3205/25degam240</IdentifierDoi>
    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-25degam2406</IdentifierUrn>
    <ArticleType>Meeting Abstract</ArticleType>
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      <Title language="de">Pilotierung eines forschenden Qualit&#228;tszirkels zur Reflexion von Variabilit&#228;t in der haus&#228;rztlichen Entscheidungsfindung</Title>
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          <Lastname>Demisch</Lastname>
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          <Affiliation>Universit&#228;t Witten&#47;Herdecke, Institut f&#252;r Allgemeinmedizin und Ambulante Gesundheitsversorgung (iamag), Witten, Deutschland</Affiliation>
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          <Firstname>Christina</Firstname>
          <Initials>C</Initials>
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          <Affiliation>Universit&#228;t Witten&#47;Herdecke, Institut f&#252;r Allgemeinmedizin und Ambulante Gesundheitsversorgung (iamag), Witten, Deutschland</Affiliation>
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          <Lastname>Gummersbach</Lastname>
          <LastnameHeading>Gummersbach</LastnameHeading>
          <Firstname>Elisabeth</Firstname>
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          <Affiliation>Heinrich Heine Universit&#228;t D&#252;sseldorf, Institut f&#252;r Allgemeinmedizin (ifam), D&#252;sseldorf, Deutschland</Affiliation>
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          <LastnameHeading>in der Schmitten</LastnameHeading>
          <Firstname>J&#252;rgen</Firstname>
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          <Affiliation>Universit&#228;tsklinikum Essen, Institut f&#252;r Allgemeinmedizin (ifam), Essen, Deutschland</Affiliation>
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          <Firstname>Achim</Firstname>
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          <Affiliation>Universit&#228;t Witten&#47;Herdecke, Institut f&#252;r Allgemeinmedizin und Ambulante Gesundheitsversorgung (iamag), Witten, Deutschland</Affiliation>
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          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
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        <Address>D&#252;sseldorf</Address>
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      <SubjectheadingDDB>610</SubjectheadingDDB>
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      <DatePublished>20251014</DatePublished>
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    <Language>germ</Language>
    <License license-type="open-access" xlink:href="http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/">
      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <MeetingCorporation>Deutsche Gesellschaft f&#252;r Allgemeinmedizin und Familienmedizin</MeetingCorporation>
        <MeetingName>59. Kongress f&#252;r Allgemeinmedizin und Familienmedizin</MeetingName>
        <MeetingTitle></MeetingTitle>
        <MeetingSession>Gesundheitsfachberufe und Patientenzentrierung</MeetingSession>
        <MeetingCity>Hannover</MeetingCity>
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          <DateFrom>20251001</DateFrom>
          <DateTo>20251003</DateTo>
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    <ArticleNo>P-10-08</ArticleNo>    <Correction><DateLastCorrection>20251128</DateLastCorrection>Tagungsort wurde von W&#252;rzburg zu Hannover korrigiert.</Correction>
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    <TextBlock name="Text" linked="yes">
      <MainHeadline>Text</MainHeadline><Pgraph><Mark1>Hintergrund:</Mark1> Mit Hilfe von Leitlinien ist die Medizin darum bem&#252;ht, den Korridor der Behandlungsvariabilit&#228;t f&#252;r definierte klinische Fragestellungen zu begrenzen. F&#252;r die Qualit&#228;t der Prim&#228;rversorgung ist u.a. die &#228;rztliche &#8222;Performance&#8220; zentral, neben Erfahrung und Wissen auch von unbewussten oder selbst formulierten eigenen Handlungsmaximen oder Heuristiken beeinflusst, &#252;ber deren Inhalte wie eigene Krankheitskonzepte, ethische Haltungen, Risikoaffinit&#228;t&#47;-aversit&#228;t u.a. wenig bekannt ist.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Zielsetzung&#47;Fragestellung:</Mark1> Das Ziel ist die Erprobung eines Formats zur Erforschung individueller &#228;rztlicher Handlungsmaximen und Heuristiken &#8211; verstanden als Handlungsstrategien, die sich nicht unmittelbar aus existierenden medizinischen Leitlinien ableiten lassen und auf eigener Erfahrung oder Priorisierung beruhen.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Material und Methoden:</Mark1> Im Rahmen einer moderierten Fokusgruppe wurde eine Fallvignette stufenweise &#252;ber diagnostische Entscheidungspunkte bearbeitet. Dies umfasste Einzel-&#47;Stillarbeit, m&#252;ndliche Stellungnahmen der Handlungsoptionen sowie Sammlung der individuell herangezogenen Regeln und Herangehensweisen. Die Diskussion diente der Identifikation von Faktoren, welche die Entscheidungsfindung auf &#228;rztlicher Seite mehr oder weniger bewusst beeinflussen. Es erfolgte eine Tonaufzeichnung mit anschlie&#223;ender Transkription zur Vorbereitung einer inhaltsanalytischen Auswertung nach Kuchartz mit MAXQDA.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Ergebnisse:</Mark1> Das im Workshop angewandte methodische Vorgehen erwies sich als machbar und fand hohe Akzeptanz bei den Teilnehmenden. In &#252;ber der H&#228;lfte der Entscheidungspunkte offenbarten sich divergierende Strategien zur diagnostischen Entscheidungsfindung. Als Ursache daf&#252;r wurden fehlende Leitlinienempfehlungen f&#252;r die konkrete Situation und unterschiedliche Risikoeinsch&#228;tzungen der Teilnehmenden identifiziert. Die inhaltsanalytische Auswertung der Fokusgruppe wird bis zum Kongress vorliegen.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Diskussion:</Mark1> Die vorl&#228;ufige Auswertung best&#228;tigt die Hypothese, dass diagnostische Entscheidungen nicht nur von Wissen der handelnden &#196;rzt:innen sondern auch von individuellen Handlungsmaximen, Heuristiken und mentalen Modellen beeinflusst werden. Die Methode des &#34;Forschenden Qualit&#228;tszirkels&#34; k&#246;nnte ein geeigneter Baustein f&#252;r die allgemeinmedizinische Forschung dazu sein.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Take Home Message f&#252;r die Praxis:</Mark1> Es lohnt sich, die arztseitigen Gr&#252;nde f&#252;r die Variabilit&#228;t in der diagnostischen Entscheidungsfindung genauer zu untersuchen. Damit k&#246;nnten &#196;rzt:innen in die Lage versetzt werden, ihre pers&#246;nlichen Strategien besser zu reflektieren und mit Kolleg:innen und Patient:innen dar&#252;ber zu kommunizieren.</Pgraph></TextBlock>
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