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    <Identifier>25degam203</Identifier>
    <IdentifierDoi>10.3205/25degam203</IdentifierDoi>
    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-25degam2031</IdentifierUrn>
    <ArticleType>Meeting Abstract</ArticleType>
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      <Title language="de">Nicht-intendierte Effekte von Gesundheitskommunikation am Beispiel der bundesweiten Cannabis-Pr&#228;ventionskampagne</Title>
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          <Affiliation>Universit&#228;tsklinikum W&#252;rzburg, Institut f&#252;r Allgemeinmedizin, W&#252;rzburg, Deutschland</Affiliation>
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          <LastnameHeading>Simmenroth</LastnameHeading>
          <Firstname>Anne</Firstname>
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          <Affiliation>Universit&#228;tsklinikum W&#252;rzburg, Institut f&#252;r Allgemeinmedizin, W&#252;rzburg, Deutschland</Affiliation>
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          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
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        <Address>D&#252;sseldorf</Address>
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      <DatePublished>20251014</DatePublished>
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    <Language>germ</Language>
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      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <MeetingId>M0630</MeetingId>
        <MeetingSequence>203</MeetingSequence>
        <MeetingCorporation>Deutsche Gesellschaft f&#252;r Allgemeinmedizin und Familienmedizin</MeetingCorporation>
        <MeetingName>59. Kongress f&#252;r Allgemeinmedizin und Familienmedizin</MeetingName>
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        <MeetingSession>Gesundheitskommunikation und Versorgung besonderer Zielgruppen</MeetingSession>
        <MeetingCity>Hannover</MeetingCity>
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          <DateFrom>20251001</DateFrom>
          <DateTo>20251003</DateTo>
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    <ArticleNo>P-07-01</ArticleNo>    <Correction><DateLastCorrection>20251128</DateLastCorrection>Tagungsort wurde von W&#252;rzburg zu Hannover korrigiert.</Correction>
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    <TextBlock name="Text" linked="yes">
      <MainHeadline>Text</MainHeadline><Pgraph><Mark1>Hintergrund:</Mark1> Der Konsum von nicht-medizinischem Cannabis ist h&#228;ufig, besonders unter Heranwachsenden. Im Zuge der Teillegalisierung von nicht-medizinischem Cannabis in Deutschland startete das Bundesministerium f&#252;r Gesundheit (BMG) im Sommer 2023 die bundesweite Aufkl&#228;rungskampagne &#8222;Legal aber&#8220;, um Heranwachsende &#252;ber Gesundheitsrisiken des Cannabiskonsums aufmerksam zu machen. Gesundheitskommunikationskampagnen (GKK) wie diese sollen &#252;ber Gesundheitsrisiken aufkl&#228;ren, Einstellungen ver&#228;ndern und Gesundheitsverhalten f&#246;rdern, doch nicht immer bewirken sie die gew&#252;nschten Effekte. Auch nicht-intendierte, gegenl&#228;ufige Effekte wie z.B. Reaktanz oder Stigmatisierung k&#246;nnen auftreten und sich negativ auf das eigentliche Kampagnenziel auswirken.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Zielsetzung&#47;Fragestellung:</Mark1> Untersuchung der Cannabis-Aufkl&#228;rungsplakate des BMG auf nicht-intendierte Effekte von GKK</Pgraph><Pgraph><Mark1>Material und Methoden:</Mark1> Cho und Salmon (2007) haben auf Basis vorhandener Studien eine Typologie nicht-intendierter Effekte von GKK erstellt. Anhand dieser wurden die Plakate auf nicht-intendierte Effekte deduktiv qualitativ durch JR und AS untersucht.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Ergebnisse:</Mark1> Es konnten h&#228;ufige nicht-intendierte Effekte identifiziert werden. Die Plakate bieten durch einseitige und vereinfachte Darstellung der Fakten und ung&#252;nstiger Verwendung von Jugendsprache Potenzial f&#252;r Missverst&#228;ndnisse. Sie vermitteln ablehnende Einstellungen und reproduzieren gesellschaftliche Stigmata &#252;ber Konsumierende. Zudem wird durch einseitige Ursachenzuschreibung von gesundheitlichen Risiken des Konsums die Schuldhaftigkeit f&#252;r negative Konsequenzen verzerrt und allein auf den Konsumierenden attribuiert. Die Formulierungsweise der Plakatbotschaften und die Verwendung von Furchtappellen erh&#246;hen die Wahrscheinlichkeit von Reaktanz in Rezipierenden, was zu Bumerang-Effekten f&#252;hren kann.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Diskussion:</Mark1> Die Plakate weisen Risiken f&#252;r nicht-intendierte Effekte auf und gehen mit der Gefahr einher, das Kampagnenziel zu verfehlen. Sie k&#246;nnen aus haus&#228;rztlicher Sicht nicht empfohlen werden. Wichtige Regeln der Gesundheitskommunikation, z. B. positive Formulierungen oder das Einbeziehen von Testimonials wurden nicht genutzt.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Take Home Message f&#252;r die Praxis:</Mark1> Deutschland ben&#246;tigt dringend eine effektive Cannabispr&#228;vention f&#252;r Heranwachsende. Dabei ist ein evidenzbasiertes Vorgehen von hoher Relevanz. Qualitativ hochwertige Pr&#228;ventionsmaterialien w&#228;ren auch in haus&#228;rztlichen Kontext gut nutzbar.</Pgraph></TextBlock>
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