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    <ArticleType>Meeting Abstract</ArticleType>
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      <Title language="de">Kurze Lebensstilberatung im Praxisalltag &#8211; machbar, aber nicht ausreichend&#63;</Title>
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      <DatePublished>20251014</DatePublished>
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    <Language>germ</Language>
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      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <MeetingCorporation>Deutsche Gesellschaft f&#252;r Allgemeinmedizin und Familienmedizin</MeetingCorporation>
        <MeetingName>59. Kongress f&#252;r Allgemeinmedizin und Familienmedizin</MeetingName>
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        <MeetingSession>Fr&#252;herkennung, klinische Studien und Evidenz</MeetingSession>
        <MeetingCity>Hannover</MeetingCity>
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    <ArticleNo>P-05-05</ArticleNo>    <Correction><DateLastCorrection>20251128</DateLastCorrection>Tagungsort wurde von W&#252;rzburg zu Hannover korrigiert.</Correction>
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      <MainHeadline>Text</MainHeadline><Pgraph><Mark1>Hintergrund:</Mark1> Trotz der beschriebenen Wirksamkeit pr&#228;ventiver Ma&#223;nahmen wird Lebensstilberatung in der haus&#228;rztlichen Versorgung selten systematisch untersucht.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Zielsetzung&#47;Fragestellung:</Mark1> Kann eine strukturierte, kurze Lebensstilberatung den systolischen Blutdruck und gesundheitsrelevante Parameter bei haus&#228;rztlich betreuten Patienten positiv beeinflussen &#8211; und ist sie im Praxisalltag umsetzbar&#63;</Pgraph><Pgraph><Mark1>Material und Methoden:</Mark1> In einer randomisierten, kontrollierten Studie wurden Erwachsene in einer allgemeinmedizinischen Praxis in eine Interventions- und eine Kontrollgruppe eingeteilt. Alle erhielten einen Fragebogen &#252;ber Selbsteinsch&#228;tzung bez&#252;glich Bewegung, Ern&#228;hrung, Stresserleben und Auswirkungen des Verhaltens auf das Klima. Teilnehmende der Interventionsgruppe erhielten eine kurze, individualisierte Lebensstilberatung, die Kontrollgruppe die &#252;bliche Behandlung (usual care). Prim&#228;rer Endpunkt war der systolische Blutdruck; sekund&#228;re Endpunkte umfassten diasystolischen Blutdruck, BMI und Taille-H&#252;ft-Index. Die Daten wurden bei Einschluss (T1) und im Median nach 10 Wochen (T2) erhoben und mit Mixed-Effects-Modellen analysiert.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Ergebnisse:</Mark1> Insgesamt wurden 209 Teilnehmende eingeschlossen. Durchschnittlich betrug die Beratungsdauer 3,6 Minuten bei der ersten und 2,4 Minuten bei der zweiten Begegnung. Der systolische Blutdruck sank in der Interventionsgruppe zwischen T1 und T2 im Mittel um &#8211;2,3 mmHg, dieser R&#252;ckgang war jedoch nicht signifikant. Der Unterschied zur Kontrollgruppe war ebenfalls nicht signifikant. F&#252;r den diastolischen Blutdruck, den BMI und den Taille-H&#252;ft-Index zeigten sich weder signifikante zeitliche Ver&#228;nderungen noch Gruppenunterschiede.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Diskussion:</Mark1> Die Studie zeigt, dass eine kurze Lebensstilberatung in den haus&#228;rztlichen Alltag integrierbar ist und im Praxisablauf umsetzbar war. Trotz der qualitativ hochwertigen Methodik lie&#223; sich kein signifikanter Unterschied zwischen den Gruppen nachweisen. Dies k&#246;nnte darauf hinweisen, dass der Einfluss &#228;rztlicher Beratung auf den Lebensstil begrenzt ist. Wahrscheinlich &#252;berwiegen andere Faktoren wie sozio&#246;konomische Bedingungen, famili&#228;re Routinen oder das Lebensumfeld. Eine qualitative Begleitstudie k&#246;nnte helfen zu verstehen, ob und wie die Intervention das Verhalten der Teilnehmenden beeinflusst hat.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Take Home Message f&#252;r die Praxis:</Mark1> Lebensstilberatung ist im Praxisalltag zeitlich umsetzbar. Ihr isolierter Effekt bleibt jedoch begrenzt &#8211; vermutlich beeinflussen strukturelle und lebensweltliche Faktoren das Gesundheitsverhalten st&#228;rker als &#228;rztliche Empfehlungen.</Pgraph></TextBlock>
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