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    <ArticleType>Meeting Abstract</ArticleType>
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      <Title language="de">KI vs. Mensch: Diagnostische Genauigkeit bei der Erkennung von Beckenfrakturen</Title>
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      <DatePublished>20251031</DatePublished>
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      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <MeetingCorporation>Deutsche Gesellschaft f&#252;r Orthop&#228;die und Unfallchirurgie</MeetingCorporation>
        <MeetingCorporation>Deutsche Gesellschaft f&#252;r Orthop&#228;die und Orthop&#228;dische Chirurgie</MeetingCorporation>
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        <MeetingTitle>Deutscher Kongress f&#252;r Orthop&#228;die und Unfallchirurgie (DKOU 2025)</MeetingTitle>
        <MeetingSession>Abstracts &#124; Sektion Becken &#124; Aktuelle Entwicklungen in der akuten und definitiven Therapie bei Beckenringfrakturen &#8211; was brauche ich heutzutage&#63;</MeetingSession>
        <MeetingCity>Berlin</MeetingCity>
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    <ArticleNo>BS19-2793</ArticleNo>
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      <MainHeadline>Text</MainHeadline><Pgraph><Mark1>Zielsetzung und Fragestellung: </Mark1>Beckenfrakturen stellen aufgrund der komplexen Beckenanatomie eine besondere diagnostische Herausforderung dar. Die R&#246;ntgenbildgebung nimmt eine zentrale Rolle im ersten Kontakt mit diesen Patient:innen ein. Verschobene vordere Beckenringfrakturen und proximale Femurfrakturen k&#246;nnen meist zuverl&#228;ssig erkannt werden, jedoch bestehen Schwierigkeiten bei subtileren Frakturen. Bis zu 80&#37; der Frakturen des hinteren Beckenrings werden &#252;bersehen, weshalb eine CT als Goldstandard empfohlen wird.</Pgraph><Pgraph>K&#252;nstliche Intelligenz (KI) revolutioniert zunehmend diverse Branchen und er&#246;ffnet neue Perspektiven. Insbesondere in der radiologischen Diagnostik wird KI immer h&#228;ufiger eingesetzt, um die Diagnostik von Krankheiten und Verletzungen zu optimieren.</Pgraph><Pgraph>Ziel dieser Studie ist es, die Genauigkeit der KI-gest&#252;tzten Frakturerkennungssoftware Rayvolve<Superscript>&#174;</Superscript> bei der Erkennung oder dem Ausschluss von Frakturen auf Becken-AP-R&#246;ntgen zu &#252;berpr&#252;fen. Dazu wird die Software mit der Beurteilung von Unfallchirurgen (UCH), Radiologen (RAD) und anschlie&#223;end mit der CT-Befundung als Goldstandard verglichen. Ziel ist es, den klinischen Nutzen der Software bei der Diagnostik von Beckenfrakturen zu bewerten.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Material und Methoden: </Mark1>Zwischen 01.02.2023-01.02.2024 wurden alle R&#246;ntgen Becken-AP von Patient:innen der Notaufnahme genutzt, die zus&#228;tzlich eine CT des Beckens erhalten haben. Verglichen wurden die Ergebnisse der KI-Interpretation, der radiologischen Befunde und die eines erfahrenen Unfallchirurgen (UCH). Zus&#228;tzlich wurden alle Ergebnisse mit der CT-Befundung verglichen. Zur Beurteilung der Intraobserver- und Interrater-Reliabilit&#228;t zwei verschiedene Inter-Class-Correlation (ICC)-Modelle genutzt.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Ergebnisse: </Mark1>Insgesamt wurden 300 Patient:innen eingeschlossen. Abbildung 1 <ImgLink imgNo="1" imgType="figure" /> zeigt die deskriptive Statikstik.</Pgraph><Pgraph>Die h&#246;chste &#220;bereinstimmung zeigte sich zwischen der UCH R&#246;ntgenbefundung und der CT mit einem ICC von 0,906. Die KI erreichte im Vergleich zur CT-Befundung einen ICC von 0,683, w&#228;hrend die &#220;bereinstimmung zwischen KI und UCH bei 0,772 lag. Alle Ergebnisse waren hochsignifikant (p &#60; 0,001). Die radiologischen R&#246;ntgenbeurteilungen zeigte durchweg gute &#220;bereinstimmungen: Mit der CT-Befundung wurde ein ICC von 0,844 erreicht, mit UCH 0,888. Die &#220;bereinstimmung zwischen RAD und KI lag bei 0,770. Auch hier waren alle Ergebnisse hochsignifikant (p &#60; 0,001).</Pgraph><Pgraph><Mark1>Diskussion und Schlussfolgerung: </Mark1>In dieser Studie konnte gezeigt werden, dass die KI zwar &#220;bereinstimmungen mit der CT und den Beurteilern erreicht, aber noch nicht die gleiche diagnostische Genauigkeit wie erfahrene Radiologen oder Unfallchirurgen aufweist.</Pgraph><Pgraph>Die klinische Relevanz von KI-Frakturerkennung ist in Zeiten von Prozessoptimierung, Patientensicherheit und Wirtschaftlichkeit hoch, insbesondere bei der Diagnostik von Beckenfrakturen.</Pgraph><Pgraph>Die Weiterentwicklung und Integration von KI in die klinische Praxis wird voraussichtlich zu einer Revolution in der muskuloskelettalen Diagnostik f&#252;hren, die sowohl Patientenversorgung verbessert als auch die Effizienz im Gesundheitswesen steigert. Allerdings m&#252;ssen dabei technische, ethische und rechtliche Herausforderungen sorgf&#228;ltig adressiert werden.</Pgraph><Pgraph>Tabelle 1 <ImgLink imgNo="1" imgType="table" /></Pgraph></TextBlock>
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