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    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-25dkou2136</IdentifierUrn>
    <ArticleType>Meeting Abstract</ArticleType>
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      <Title language="de">Weichteilrekonstruktion mit Dermisersatz nach nekrotisierender Fasziitis</Title>
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      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <MeetingCorporation>Deutsche Gesellschaft f&#252;r Orthop&#228;die und Unfallchirurgie</MeetingCorporation>
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        <MeetingTitle>Deutscher Kongress f&#252;r Orthop&#228;die und Unfallchirurgie (DKOU 2025)</MeetingTitle>
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        <MeetingCity>Berlin</MeetingCity>
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    <ArticleNo>AB30-2887</ArticleNo>
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      <MainHeadline>Text</MainHeadline><Pgraph><Mark1>Zielsetzung und Fragestellung: </Mark1>Die nekrotisierende Fasziitis ist eine zumeist lebensbedrohliche, polybakterielle, nekrotisierende Weichteilinfektion. Mit einer globalen Inzidenz von 0,4 &#8211; 1 auf 100.000 Menschen (statistisch nicht hinreichend belegt, da keine Meldepflicht besteht), sehen wir eine deutlich zunehmende Anzahl der F&#228;lle. </Pgraph><Pgraph>An der BG Unfallklinik Murnau haben wir zwischen Januar 2021 und Dezember 2024 insgesamt 59 Patient&#42;innen mit einer nekrotisierenden Fasziitis behandelt. Auff&#228;llig ist, dass zunehmend auch junge Patient&#42;innen ohne wesentliche Vorerkrankungen betroffen sind. In diesem Zusammenhang stellt die Wiederherstellung der Funktion und Lebensqualit&#228;t bei Extremit&#228;tenerhalt, eine besondere Herausforderung dar.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Material und Methoden: </Mark1>Unser interdisziplin&#228;res Therapiekonzept umfasst eine multimodale, intensivmedizinische Versorgung, die fr&#252;hzeitige hyperbare Sauerstofftherapie (HBO), die notfallm&#228;&#223;ige Nekrosektomie, sowie die Anlage einer gro&#223;fl&#228;chigen Wundunterdrucktherapie (NPWT), um sowohl das &#220;berleben des Patienten, aber auch den Extremit&#228;tenerhalt anzustreben. Gro&#223;fl&#228;chige Spalthauttransplantationen besonders &#252;ber Gelenken neigen zur Narbenbildung mit Schrumpfungstendenz und somit zu einer funktionellen Einschr&#228;nkung. Zur Optimierung dieser Ergebnisse wurde eine dermale Matrix (nat&#252;rliches bovines Rindercollagen mit Elastin) unter der Spalthauttransplantation verwendet, um die Narbenreifung und Elastizit&#228;t zu verbessern.</Pgraph><Pgraph>Bei der Extremit&#228;tenrekonstruktion kam eine dermale Matrix (mit 1, 2 oder auch 3 mm) &#252;ber Gelenken, freiliegenden Sehnen und kleinen Knochenarealen zum Einsatz. Die Spalthaut wurde standardisiert mit einer Dicke von 0,2 mm entnommen und als Sheet oder auch 1:1 gemesht verwendet. Bewertet wurden die Einheilungsrate der Spalthaut, Komplikationen, sowie die Narbenqualit&#228;t anhand der Vacouver Scar Scale.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Ergebnisse: </Mark1>In der Weichteilrekonstruktion nach nekrotisierender Fasziitis zeigte die Verwendung einer dermalen Matrix unter der Spalthaut eine geringere initiale Einheilungsrate und eine erh&#246;hte H&#228;matombildung unter der Spalthaut im Vergleich zur alleinigen Spalthauttransplantation. </Pgraph><Pgraph>Bei Spalthauttransplantationen auf Muskel und Sehnen f&#252;hrte die Kombination von Spalthaut mit einer dermalen Matrix zu einer besseren Narbenqualit&#228;t (VSS), einer schnelleren Narbenreifung, einer verbesserten Elastizit&#228;t und einer geringeren Neigung zu hypertrophen Narben. Daraus resultierte ein verbessertes funktionelles Outcome der Patient&#42;innen. Insbesondere bei freiliegenden Sehnen und Knochen konnte ein Bridging der dermalen Matrix beobachtet werden.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Diskussion und Schlussfolgerung: </Mark1>Die gro&#223;fl&#228;chige Spalthauttransplantation in Kombination mit einer dermalen Matrix bietet die M&#246;glichkeit auch Wundareale mit Gelenkexposition, freiliegenden Sehnen und freiliegender Knochen (kleine Areale) erfolgreich zu decken. Trotz eines erh&#246;hten Fr&#252;hkomplikationsrisikos, bietet diese Technik eine valide Alternative zur freien Lappenplastik. Insbesondere auch eine weniger invasive Operationstechnik bei zumeist Vorliegen einer erheblichen St&#246;rung der Blutgerinnungskaskade nach Sepsis im Rahmen einer nekrotisierenden Fasziitis.</Pgraph><Pgraph>Langfristig f&#252;hrt die Verwendung einer dermalen Matrix zu funktionell und &#228;sthetisch verbesserten Ergebnissen, vor allem in funktionskritischen Bereichen, im Vergleich zur alleinigen Spalthauttransplantation.</Pgraph></TextBlock>
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