<?xml version="1.0" encoding="iso-8859-1" standalone="no"?>
<!DOCTYPE GmsArticle SYSTEM "http://www.egms.de/dtd/2.0.34/GmsArticle.dtd">
<GmsArticle xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink">
  <MetaData>
    <Identifier>25dkou143</Identifier>
    <IdentifierDoi>10.3205/25dkou143</IdentifierDoi>
    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-25dkou1436</IdentifierUrn>
    <ArticleType>Meeting Abstract</ArticleType>
    <TitleGroup>
      <Title language="de">Zwischen Vorurteilen und Hierarchien: Warum Medizinstudierende die Orthop&#228;die und Unfallchirurgie meiden</Title>
    </TitleGroup>
    <CreatorList>
      <Creator>
        <PersonNames>
          <Lastname>Ketzer</Lastname>
          <LastnameHeading>Ketzer</LastnameHeading>
          <Firstname>Conrad Emil</Firstname>
          <Initials>CE</Initials>
        </PersonNames>
        <Address>
          <Affiliation>TUM Universit&#228;tsklinikum, Klinik und Poliklinik f&#252;r Unfallchirurgie, M&#252;nchen, Deutschland</Affiliation>
        </Address>
        <Creatorrole corresponding="no" presenting="yes">author</Creatorrole>
      </Creator>
      <Creator>
        <PersonNames>
          <Lastname>Sinz</Lastname>
          <LastnameHeading>Sinz</LastnameHeading>
          <Firstname>Amelie</Firstname>
          <Initials>A</Initials>
        </PersonNames>
        <Address>
          <Affiliation>TUM Universit&#228;tsklinikum, Klinik und Poliklinik f&#252;r Unfallchirurgie, M&#252;nchen, Deutschland</Affiliation>
        </Address>
        <Creatorrole corresponding="no" presenting="no">author</Creatorrole>
      </Creator>
      <Creator>
        <PersonNames>
          <Lastname>Achtnich</Lastname>
          <LastnameHeading>Achtnich</LastnameHeading>
          <Firstname>Andrea</Firstname>
          <Initials>A</Initials>
        </PersonNames>
        <Address>
          <Affiliation>TUM Universit&#228;tsklinikum, Sektion Sportorthop&#228;die, Klinik und Poliklinik f&#252;r Orthop&#228;die und Sportorthop&#228;die, M&#252;nchen, Deutschland</Affiliation>
        </Address>
        <Creatorrole corresponding="no" presenting="no">author</Creatorrole>
      </Creator>
      <Creator>
        <PersonNames>
          <Lastname>Hanschen </Lastname>
          <LastnameHeading>Hanschen </LastnameHeading>
          <Firstname>Marc</Firstname>
          <Initials>M</Initials>
        </PersonNames>
        <Address>
          <Affiliation>TUM Universit&#228;tsklinikum, Klinik und Poliklinik f&#252;r Unfallchirurgie, M&#252;nchen, Deutschland</Affiliation>
        </Address>
        <Creatorrole corresponding="no" presenting="no">author</Creatorrole>
      </Creator>
      <Creator>
        <PersonNames>
          <Lastname>Biberthaler</Lastname>
          <LastnameHeading>Biberthaler</LastnameHeading>
          <Firstname>Peter</Firstname>
          <Initials>P</Initials>
        </PersonNames>
        <Address>
          <Affiliation>TUM Universit&#228;tsklinikum, Klinik und Poliklinik f&#252;r Unfallchirurgie, M&#252;nchen, Deutschland</Affiliation>
        </Address>
        <Creatorrole corresponding="no" presenting="no">author</Creatorrole>
      </Creator>
      <Creator>
        <PersonNames>
          <Lastname>Bohe </Lastname>
          <LastnameHeading>Bohe </LastnameHeading>
          <Firstname>Olivia</Firstname>
          <Initials>O</Initials>
        </PersonNames>
        <Address>
          <Affiliation>TUM Universit&#228;tsklinikum, Klinik und Poliklinik f&#252;r Unfallchirurgie, M&#252;nchen, Deutschland</Affiliation>
        </Address>
        <Creatorrole corresponding="no" presenting="no">author</Creatorrole>
      </Creator>
    </CreatorList>
    <PublisherList>
      <Publisher>
        <Corporation>
          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
        </Corporation>
        <Address>D&#252;sseldorf</Address>
      </Publisher>
    </PublisherList>
    <SubjectGroup>
      <SubjectheadingDDB>610</SubjectheadingDDB>
    </SubjectGroup>
    <DatePublishedList>
      <DatePublished>20251031</DatePublished>
    </DatePublishedList>
    <Language>germ</Language>
    <License license-type="open-access" xlink:href="http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/">
      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
    </License>
    <SourceGroup>
      <Meeting>
        <MeetingId>M0634</MeetingId>
        <MeetingSequence>143</MeetingSequence>
        <MeetingCorporation>Deutsche Gesellschaft f&#252;r Orthop&#228;die und Unfallchirurgie</MeetingCorporation>
        <MeetingCorporation>Deutsche Gesellschaft f&#252;r Orthop&#228;die und Orthop&#228;dische Chirurgie</MeetingCorporation>
        <MeetingCorporation>Deutsche Gesellschaft f&#252;r Unfallchirurgie</MeetingCorporation>
        <MeetingCorporation>Berufsverband f&#252;r Orthop&#228;die und Unfallchirurgie</MeetingCorporation>
        <MeetingName></MeetingName>
        <MeetingTitle>Deutscher Kongress f&#252;r Orthop&#228;die und Unfallchirurgie (DKOU 2025)</MeetingTitle>
        <MeetingSession>Poster &#124; Register und Versorgungsforschung 1</MeetingSession>
        <MeetingCity>Berlin</MeetingCity>
        <MeetingDate>
          <DateFrom>20251028</DateFrom>
          <DateTo>20251031</DateTo>
        </MeetingDate>
      </Meeting>
    </SourceGroup>
    <ArticleNo>AB24-2222</ArticleNo>
  </MetaData>
  <OrigData>
    <TextBlock name="Text" linked="yes">
      <MainHeadline>Text</MainHeadline><Pgraph><Mark1>Zielsetzung und Fragestellung: </Mark1>Angesichts einer alternden &#196;rzteschaft, Abwanderung in die freie Marktwirtschaft und steigender Teilzeitarbeit, steht auch die Fachrichtung Orthop&#228;die und Unfallchirurgie (O&#38;U) vor einem Nachwuchsmangel. Zudem ist die O&#38;U bei Frauen ein historisch unbeliebtes Fach, jedoch sind fast drei Viertel der Medizinstudierenden weiblich. </Pgraph><Pgraph>Ziel dieser Studie ist es, die Entscheidungsgr&#252;nde von Medizinstudierenden bei der Facharztwahl zu analysieren und zu eruieren, warum sich Studierende gegen die Fachrichtung O&#38;U entscheiden. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Ergr&#252;ndung geschlechtsspezifischer Faktoren.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Material und Methoden: </Mark1>In dieser umfragebasierten, deskriptiven Querschnittsstudie wurden Medizinstudierende aller Semester an deutschsprachigen Universit&#228;ten zwischen August 2024 &#8211; Januar 2025 befragt. Die Daten wurden mit SPSS ausgewertet.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Ergebnisse: </Mark1>Von den 564 Teilnehmenden waren 72,8&#37; weiblich, das Durchschnittsalter betrug 24,6 Jahre. Die Befragten zeigten ein hohes Interesse am Fachgebiet O&#38;U, wobei 21,3&#37; der Medizinstudierenden ein starkes oder sehr starkes Interesse an einer T&#228;tigkeit in diesem Bereich angaben. 12&#37; der Befragten streben eine Facharztweiterbildung in O&#38;U an.</Pgraph><Pgraph>Unter den Medizinstudierenden wurde die Wahl des Fachgebiets durch das pers&#246;nliche Interesse (MW: 4,8, Skala von 1 &#61; v&#246;llig unwichtig bis 5 &#61; sehr wichtig) sowie durch das Arbeitsumfeld und die -kultur (MW: 4,4) beeinflusst. Eine ausgewogene Arbeitsbelastung (MW: 4,0), Vereinbarkeit von Beruf und Familie (MW: 4,2) sowie pers&#246;nliche Erfahrungen w&#228;hrend Praktika (MW: 4,4) spielten ebenfalls eine entscheidende Rolle. Im Hinblick auf die Fachrichtung O&#38;U wurden hierarchische Strukturen (51,4&#37;), hohe Arbeitsbelastung (36,8&#37;) und die Vereinbarkeit von Karriere und Familie (47,3&#37;) als wesentliche Hemmnisse genannt. Verbesserungsvorschl&#228;ge umfassten flexiblere Arbeitszeiten (MW: 4,0), eine kollegialere Arbeitskultur (MW: 4,3) und flachere Hierarchien (MW: 4,1).</Pgraph><Pgraph>Mehr als der H&#228;lfte der Studierenden (52,9&#37;) wurde bereits von der Facharztausbildung O&#38;U abgeraten. Ein Drittel dieser &#8222;Warnungen&#8220; wurde von &#196;rzten aus der O&#38;U (33,7&#37;) ausgesprochen. 32,9&#37; der Befragten gaben an, dass sie O&#38;U f&#252;r kein gutes Fach f&#252;r eine Frau hielten. Zudem berichteten 18,7&#37; der Medizinstudierenden, dass sie aufgrund ihres Geschlechts bereits negative Erfahrungen in der O&#38;U gemacht haben, wobei 97,1&#37; dieser F&#228;lle Frauen betrafen. Sexuelle Bel&#228;stigungen im Klinikalltag erlebten 32&#37; der Befragten, davon waren 81,7&#37; Frauen.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Diskussion und Schlussfolgerung: </Mark1>Die Ergebnisse verdeutlichen, dass die Attraktivit&#228;t der O&#38;U f&#252;r Nachwuchs hoch ist, durch strukturelle und kulturelle Ver&#228;nderungen jedoch gesteigert werden k&#246;nnte. Eine aktivere Arbeit an der Reduktion von Hierarchien, die F&#246;rderung einer kollegialeren Arbeitskultur sowie die gezielte F&#246;rderung der Gleichberechtigung k&#246;nnten beitragen, das Fachgebiet insbesondere f&#252;r Frauen attraktiver zu machen.</Pgraph></TextBlock>
    <Media>
      <Tables>
        <NoOfTables>0</NoOfTables>
      </Tables>
      <Figures>
        <NoOfPictures>0</NoOfPictures>
      </Figures>
      <InlineFigures>
        <NoOfPictures>0</NoOfPictures>
      </InlineFigures>
      <Attachments>
        <NoOfAttachments>0</NoOfAttachments>
      </Attachments>
    </Media>
  </OrigData>
</GmsArticle>