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    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-25dgpp423</IdentifierUrn>
    <ArticleType>Poster</ArticleType>
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      <Title language="de">Non-selektive laryngeale Reinnervation zur Therapie von Laryngospasmen bei einseitiger Stimmlippenl&#228;hmung &#8211; ein Fallbericht</Title>
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        <Address>Charite &#8211; Universit&#228;tsmedizin Berlin, Klinik f&#252;r Audiologie und Phoniatrie, Charit&#233;platz 1, 10117 Berlin, Deutschland<Affiliation>Charite &#8211; Universit&#228;tsmedizin Berlin, Klinik f&#252;r Audiologie und Phoniatrie, Berlin, Deutschland</Affiliation></Address>
        <Email>alexander.mainka&#64;charite.de</Email>
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      <DatePublished>20250925</DatePublished>
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      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <MeetingCorporation>Deutsche Gesellschaft f&#252;r Phoniatrie und P&#228;daudiologie</MeetingCorporation>
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        <MeetingTitle>41. Wissenschaftliche Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Phoniatrie und P&#228;daudiologie (DGPP)</MeetingTitle>
        <MeetingSession>Stimme I</MeetingSession>
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          <DateFrom>20250925</DateFrom>
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    <ArticleNo>P11</ArticleNo>
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    <Abstract language="de" linked="yes"><Pgraph><Mark1>Hintergrund:</Mark1> Eine einseitige Stimmlippenl&#228;hmung f&#252;hrt oft Heiserkeit. Einige Patienten leiden allerdings auch unter Atemnot bei Belastung oder parosysmalen Laryngospasmen. Erkl&#228;rt wird dies durch pathologische Reinnervationsprozesse bei nervalen Sch&#228;digungen des Kehlkopfes. Die non-selektive laryngeale Reinnervierung wird auch hier als wirksam angesehen, da sie bei Erhalt der Stimme eine Coupierung der induzierbaren laryngealen Obstruktionen erzeugt.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Material und Methoden:</Mark1> Eine Patientin, 59 Jahre, mit postoperativer L&#228;hmung nach Hemithyroidektomie rechts vor 9 Jahren mit t&#228;glich auftretenden Atemnotsituationen bei k&#246;rperlicher Belastung, wie bspw. Treppensteigen, wurde einer non-selektiven laryngealen Reinnervierung ANSA auf Nervus laryngeus inferior rechts unterzogen.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Ergebnisse:</Mark1> Die Atemnotsituationen sistierten vollst&#228;ndig. Nach 18 Monaten postoperativ besteht zudem eine stabile Stimmfunktion mit guter Alltagstauglichkeit. Im Glasgow-Benefit Inventory zeigte sich ein deutlicher Gewinn an Lebensqualit&#228;t durch die Reinnervation. Die Patientin w&#252;rde die Operation erneut durchf&#252;hren lassen und auch anderen Betroffenen mit &#228;hnlichen Symptomen empfehlen.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Schlussfolgerungen:</Mark1> Die non-selektive laryngeale Reinnervierung f&#252;hrt bei einseitiger Stimmlippenl&#228;hmung mit hoher Zuverl&#228;ssigkeit zu einer dauerhaft guten Stimmfunktion, welche oft als ann&#228;hernd normalisiert von den Betroffenen erlebt wird.</Pgraph><Pgraph>Eine Erweiterung der Indikation besteht f&#252;r Patient:innen mit einseitiger L&#228;hmung und guter Stimmfunktion, im Falle von episodischer Atemnot bzw. paroxysmalen Laryngospasmen wie bei einer induzierten laryngealen Obstruktion (ILO). Patient:innen denen bislang &#252;berwiegend rein funktionelle Therapien oder destruierende operative laserchirurgische Verfahren angeboten werden, k&#246;nnen somit von einer alternativen Intervention profitieren, welche die Luftnot beseitigt, ohne die Stimme zus&#228;tzlich zu sch&#228;digen.</Pgraph></Abstract>
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      <MainHeadline>Text</MainHeadline><SubHeadline>Hintergrund</SubHeadline><Pgraph>Eine einseitige Stimmlippenl&#228;hmung f&#252;hrt oft zur Heiserkeit. Einige Patienten leiden allerdings auch unter Atemnot bei Belastung oder parosysmalen Laryngospasmen. Erkl&#228;rt wird dies durch pathologische Reinnervationsprozesse bei nervalen Sch&#228;digungen des Kehlkopfes. Die non-selektive laryngeale Reinnervierung wird hier als wirksam angesehen, da sie bei Erhalt der Stimme eine Coupierung der induzierbaren laryngealen Obstruktionen bewirken kann <TextLink reference="1"></TextLink>. </Pgraph><SubHeadline>Material und Methoden</SubHeadline><Pgraph>Eine Patientin, 59 Jahre, mit postoperativer L&#228;hmung nach Hemithyroidektomie rechts vor 9 Jahren mit t&#228;glich auftretenden Atemnotsituationen durch Laryngospasmen &#8211; induziert durch k&#246;rperlicher Belastung, wie bspw. Treppensteigen &#8211; wurde einer non-selektiven laryngealen Reinnervierung ANSA auf Nervus laryngeus inferior rechts unterzogen. </Pgraph><SubHeadline>Ergebnisse</SubHeadline><Pgraph>Die Atemnotsituationen sistierten vollst&#228;ndig. Nach 18 Monaten postoperativ besteht zudem eine weiterhin stabile Stimmfunktion mit guter Alltagstauglichkeit. Im <Mark2>Glasgow-Benefit Inventory</Mark2>, einem verbreiteten Selbstbeurteilungsfragebogen zur Lebensqualit&#228;t nach chirurgischen Interventionen, zeigte sich ein deutlicher Gewinn an Lebensqualit&#228;t durch die Reinnervation (s. Tabelle 1 <ImgLink imgNo="1" imgType="table" />). In den durchgef&#252;hrten spirometrischen Kontrollen zeigten sich keine wesentlichen &#196;nderungen.</Pgraph><Pgraph>Die Patientin w&#252;rde die Operation erneut durchf&#252;hren lassen und auch anderen Betroffenen mit &#228;hnlichen Symptomen empfehlen.</Pgraph><Pgraph>Tabelle 2 <ImgLink imgNo="2" imgType="table" /> zeigt die Ergebnisse der Stimmdiagnostik pr&#228;- und postoperativ. </Pgraph><Pgraph>Endoskopische Videodaten und Audioaufnahmen pr&#228;- und postoperativ sind unter <Hyperlink href="https:&#47;&#47;audiologie-phoniatrie.charite.de&#47;wissenschaftliche&#95;beitraege">https:&#47;&#47;audiologie-phoniatrie.charite.de&#47;wissenschaftliche&#95;beitraege</Hyperlink> bzw. &#252;ber QR-Code (Abbildung 1 <ImgLink imgNo="1" imgType="figure" />) verf&#252;gbar.</Pgraph><SubHeadline>Diskussion</SubHeadline><Pgraph>Die non-selektive laryngeale Reinnervierung ist eine etablierte chirurgische Therapieoption bei symptomatischer einseitiger Stimmlippenl&#228;hmung zur Stimmverbesserung <TextLink reference="1"></TextLink>.</Pgraph><Pgraph>Eine Erweiterung der Indikation besteht f&#252;r Patient:innen mit einseitiger Stimmlippenl&#228;hmung auch bei guter Stimmfunktion, im Falle von episodischer Atemnot bzw. paroxysmalen Laryngospasmen wie bei einer induzierten laryngealen Obstruktion. Das hier pr&#228;sentierte Fallbeispiel illustriert dies bei einem sehr starken bzw. maximalen subjektiven Zugewinn um Sub-Score Lebensqualit&#228;t des GBI-5F entsprechend der publizierten Daten <TextLink reference="2"></TextLink> eindr&#252;cklich. </Pgraph><Pgraph>Patient:innen denen bislang &#252;berwiegend rein funktionelle Therapien oder destruierende operative laserchirurgische Verfahren angeboten werden, k&#246;nnen somit von einer alternativen Intervention profitieren, welche die Luftnot beseitigt, ohne die Stimme zus&#228;tzlich zu sch&#228;digen.</Pgraph></TextBlock>
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        <RefTitle>Voice quality following laryngeal reinnervation by ansa hypoglossi transfer</RefTitle>
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        <RefPage>611-6</RefPage>
        <RefTotal>Crumley RL, Izdebski K. Voice quality following laryngeal reinnervation by ansa hypoglossi transfer. Laryngoscope. 1986 Jun;96(6):611-6. DOI: 10.1288&#47;00005537-198606000-00004</RefTotal>
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        <RefTitle>Laryngeal reinnervation using ansa cervicalis for thyroid surgery-related unilateral vocal fold paralysis: a long-term outcome analysis of 237 cases</RefTitle>
        <RefYear>2011</RefYear>
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        <RefTotal>Wang W, Chen D, Chen S, Li D, Li M, Xia S, Zheng H. Laryngeal reinnervation using ansa cervicalis for thyroid surgery-related unilateral vocal fold paralysis: a long-term outcome analysis of 237 cases. PLoS One. 2011 Apr 29;6(4):e19128. DOI: 10.1371&#47;journal.pone.0019128</RefTotal>
        <RefLink>https:&#47;&#47;doi.org&#47;10.1371&#47;journal.pone.0019128</RefLink>
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        <RefPage>213-21</RefPage>
        <RefTotal>Browning GG, Kubba H, Whitmer WM. Revised 15-item Glasgow Benefit Inventory with five factors based on analysis of a large population study of medical and surgical otorhinolaryngological interventions. Clin Otolaryngol. 2021 Jan;46(1):213-21. DOI: 10.1111&#47;coa.13649</RefTotal>
        <RefLink>https:&#47;&#47;doi.org&#47;10.1111&#47;coa.13649</RefLink>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Tabelle 1: Ergebnisse des </Mark1><Mark1><Mark2>Glasgow Benefit Inventory</Mark2></Mark1><Mark1> in revidierter Fassung (GBI-5F) &#91;3&#93;</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 1: QR-Code zu endoskopischen Videodaten und Audioaufnahmen pr&#228;- und postoperativ</Mark1></Pgraph></Caption>
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