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    <ArticleType>Vortrag</ArticleType>
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      <Title language="de">Numerische Chromosomenaberrationen als Ursache von Sprachentwicklungsst&#246;rungen</Title>
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          <AcademicTitle>Dr.</AcademicTitle>
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        <Address>Unimedizin Mainz, Schwerpunkt Kommunikationsst&#246;rungen, HNO-Klinik, Langenbeckstr. 1, 55131 Mainz, Deutschland<Affiliation>Unimedizin Mainz, Schwerpunkt Kommunikationsst&#246;rungen, HNO-Klinik, Mainz, Deutschland</Affiliation></Address>
        <Email>anne.laessig&#64;gmail.com</Email>
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      <DatePublished>20250925</DatePublished>
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      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <MeetingCorporation>Deutsche Gesellschaft f&#252;r Phoniatrie und P&#228;daudiologie</MeetingCorporation>
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        <MeetingTitle>41. Wissenschaftliche Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Phoniatrie und P&#228;daudiologie (DGPP)</MeetingTitle>
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          <DateFrom>20250925</DateFrom>
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    <ArticleNo>V34</ArticleNo>
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  <OrigData>
    <Abstract language="de" linked="yes"><Pgraph><Mark1>Hintergrund:</Mark1> Numerischen Chromosomenaberrationen, auch Genommutation genannt, sind oft unerkannte Ursachen von Sprachentwicklungsst&#246;rungen oder ausbleibenden Spracherwerb. Die h&#228;ufigste Chromosomenaberrationen ist die Trisomie 21, welche weltweit bei 1:800 Geburten auftritt. Weniger bekannt sind das Klinefelter-Syndrom mit einem Chromosomensatz von 47, XXY und einer Pr&#228;valenz von 1:500 bis 1:1000 m&#228;nnlichen Lebendgeburten oder Tetrasomie X, 48, XXXX mit Pr&#228;valenz von &#60;1&#47;1.000.000. </Pgraph><Pgraph><Mark1>Material und Methoden:</Mark1> Case Report eines 6-j&#228;hrigen Jungen, der bis dato bei unbekannter Ursache einer schweren Entwicklungsst&#246;rung mit mentaler Retardierung, ausbleibendem Spracherwerb zur weiteren phoniatrischen Mitbehandlung in unserem phoniatrisch-p&#228;daudiologischen SPZ vorgestellt wurde. Neben einer p&#228;daudiologischen Diagnostik inkl. BERA-Messung wurde durch uns eine Chromosomenanalyse und humangenetische Diagnostik auf Entwicklungsst&#246;rungen bzw. Intelligenzpanel beauftragt.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Ergebnisse:</Mark1> Mittels der Chromosomenanalyse konnte innerhalb von 3 Wochen die Ursache der schwerwiegenden Mehrfachbehinderung des Jungen mit ausstehenden Spracherwerb nach Jahren gekl&#228;rt werden. Es zeigte sich eine Chromosomensatz von 49, XXXXY (ICD 10: Q98.1), welches mit einer Pr&#228;valenz von neugeborenen Knaben zwischen 1:85.000 und 1:100.000 angegeben wird. Die betroffenen Kinder fallen typischerweise durch faciale Dysmorphien (Hypertelorismus, gro&#223;e flache Nase mit niedrigem Nasenr&#252;cken, mongoloide Lidspalten, Epikanthus, Progenie, gefaltete Ohren), einem fortschreitenden mittelschweren bis schweren geistigen Abbau mit zunehmendem Alter (IQ 20&#8211;70), kurzer Hals, Cubitus valgus, Pes planus, Klinodaktylie der Kleinfinger und &#252;berstreckbare Gelenke und durch fehlenden Hochwuchs auf. Durch die genetische Beratung konnte die pr&#228;ventive Mitbehandlung durch Kinderkardiologen, -nephrologen, -orthop&#228;den, Augen&#228;rzte eingeleitet werden. F&#252;r die betroffene Familie konnte so nicht nur die Ursache gekl&#228;rt, sondern eine Perspektive zur Weiterbehandlung und Selbsthilfe sowie versorgungsmedizinische Unterst&#252;tzung geschaffen werden. </Pgraph><Pgraph><Mark1>Schlussfolgerungen:</Mark1> Eine molekulargenetische Analyse mittels Array-CGH kann bei ausstehendem Spracherwerb mit unklarer mentale Retardierung (IQ&#60;70) und mehrere dysmorphologische Merkmale und&#47;der Verdacht auf Autismus sowie multiple angeborene Fehlbildungen unklarer &#196;tiologie zur Abkl&#228;rung numerischer Chromosomenaberrationen genutzt werden. Die Behandlung der Patienten sollte durch ein multidisziplin&#228;res Expertenteam inkl. Phoniater eines ZSE erfolgen.</Pgraph></Abstract>
    <TextBlock name="Text" linked="yes">
      <MainHeadline>Text</MainHeadline><SubHeadline>Hintergrund</SubHeadline><Pgraph>Numerische Chromosomenaberrationen, auch Genommutation genannt, sind oft unerkannte Ursachen von Sprachentwicklungsst&#246;rungen oder ausbleibenden Spracherwerb. Die h&#228;ufigste Chromosomenaberrationen ist die Trisomie 21, welche weltweit bei 1:800 Geburten auftritt. Weniger bekannt sind das Klinefelter-Syndrom mit einem Chromosomensatz von 47, XXY (oder als Mosaikform 46, XY&#47;47, XXY&#47;6&#37;) und einer Pr&#228;valenz von 1:500 bis 1:1.000 m&#228;nnlichen Lebendgeburten <TextLink reference="1"></TextLink>, <TextLink reference="2"></TextLink> oder Tetrasomie X, 48, XXXX mit einer Pr&#228;valenz von &#60;1&#47;1.000.000. </Pgraph><Pgraph>Das m&#252;tterliche Alter ist der einzige evidenzbasierte Risikofaktor f&#252;r das Klinefelter-Syndrom: Ab einem m&#252;tterlichen Alter von 40 Jahren ist die Wahrscheinlichkeit, ein Kind mit Klinefelter-Syndrom zu bekommen, viermal so hoch wie bei Frauen unter dem 24. Lebensjahr. Seit September 2020 wurden von der European Academy of Andrology erstmals eine Leitlinie f&#252;r das Klinefelter-Syndrom ver&#246;ffentlicht <TextLink reference="3"></TextLink>.</Pgraph><Pgraph>Hochgradigere X-Chromosomenaneuploidien z.B. 48, XXXY, 48, XXYY oder 49,XXYYY-Polysomien werden oft als Varianten des Klinefelter-Syndroms bezeichnet, jedoch ist ihr Auftreten weitaus seltener (1:18.000&#8211;1:100.000 der m&#228;nnlichen Geburten) <TextLink reference="4"></TextLink>. Diese Varianten verursachen ein im Vergleich zur klassischen 47,XXY-Form schwerwiegenderes Erkrankungsbild <TextLink reference="2"></TextLink>.</Pgraph><SubHeadline>Material und Methoden</SubHeadline><Pgraph>Case Report eines aus Afghanistan stammenden 6-j&#228;hrigen Jungen, der bis dato bei unbekannter Ursache einer schweren Entwicklungsst&#246;rung mit mentaler Retardierung, nahezu ausbleibendem Spracherwerb ohne ambulante F&#246;rderung bei anstehender Beschulungspflicht zur weiteren phoniatrischen Mitbehandlung in unserem phoniatrisch-p&#228;daudiologischen SPZ vorgestellt wurde. Neben einer p&#228;daudiologischen Diagnostik inkl. BERA-Messung wurde durch uns eine Chromosomenanalyse und humangenetische Diagnostik auf Entwicklungsst&#246;rungen bzw. Intelligenzpanel beauftragt.</Pgraph><SubHeadline>Ergebnisse</SubHeadline><Pgraph>Das 6. Kind von 8 Kindern der Familie sei im Heimatland mit zu leichtem Geburtsgewicht spontan entbunden worden und erhielt postnatal eine Antibiose. Nach Migration in die BRD im 10&#47;2022 erfolgte zur weiteren Behandlung eine Vorstellung in einem anderen SPZ sowie unauff&#228;llige EEG-Messung bei Mikrocephalie. Eine weit unterdurchschnittliche Intelligenz wurde im SON-R 2-8 best&#228;tigt. </Pgraph><Pgraph>Die Geschwister seien gesund, die Eltern nicht konsanguin. </Pgraph><Pgraph>Subjektive audiologische Untersuchungen waren im ambulanten Setting nur unzureichend umsetzbar, so dass keine Aussage zum H&#246;ren getroffen werden konnte (Reaktionen im Freifeld bei 45&#8211;65 dB). Der Nachweis von TEOAE bds. Gelang bei Tubenbel&#252;ftungsst&#246;rung nicht. Im station&#228;ren Setting erfolgte eine BERA-Messung mit Click-Schwellen bei 45 dB bds. Sowie bei 1&#47;4 kHz mittels Toneburst AEP Welle JV bei rechts 40&#47;70 dB und links 30&#47;60 dB sowie tonaudiometrisch mit eigenen Angaben nach mehrt&#228;gigem &#220;ben mit Hochtonsteilabfall (Abbildung 1 <ImgLink imgNo="1" imgType="figure" />), so dass eine vergleichende H&#246;rger&#228;teanpassung bds. erfolgte. Hierbei zeigte sich ein sehr sch&#246;ner H&#246;rgewinn. </Pgraph><Pgraph>Zudem fiel eine juvenile Dysphonie, faciale Dysmorphie mit tief angesetzten Ohrmuscheln, breiter Nasenwurzel, weitem Augenabstand und Vierfingerfurche rechts, Karies und Non Descensus testis bds. sowie stimulierende Ger&#228;usche auf.</Pgraph><Pgraph>In der logop&#228;dischen Diagnostik ergaben sich folgende Befunde: </Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1"><Mark2>TROG-D</Mark2> &#8211; Versuch auf Deutsch und Pashtu: Deutsch wird gar nicht verstanden. Das Kind reagierte nur bei Pashtu &#8211; &#252;bersetzt durch den Vater: Abbruch nach 5 Bl&#246;cken: orientierend RW &#61; 0; PR &#61; k.A. Es kam im Verlauf zu einer Selbstkorrektur.</ListItem><ListItem level="1"><Mark2>Lautbefund</Mark2>: nicht durchf&#252;hrbar mangels Mitarbeit&#47;Wortschatz: die Aufgabenstellung wird in beiden Sprachen nicht verstanden. Er wiederholt von sich aus auch keine W&#246;rter, sagt nur &#8222;la&#8220;, wenn die Therapeutin auf etwas zeigte oder vollkommen Unverst&#228;ndliches, dass auch der Vater nicht verstand. Auch bei einer gemeinsamen Bilderbuchbetrachtung war keine verst&#228;ndliche spontansprachliche &#196;u&#223;erung zu beobachten. Die beobachteten expressiven &#196;u&#223;erungen auf Pashtu seien auch lautlich ver&#228;ndert: V.a. h&#246;hergradige St&#246;rung im Bereich Phonetik-Phonologie.</ListItem><ListItem level="1"><Mark2>Grammatik:</Mark2> max. 2-Wort&#228;u&#223;erungen (Nomen &#43; Nomen oder Nomen &#43; Verb) laut Vater. Grammatikalische F&#228;higkeiten sind daher noch nicht eruierbar: Schwerstgradige St&#246;rung der syntaktisch-morphologischen F&#228;higkeiten.</ListItem><ListItem level="1"><Mark2>Wortschatz</Mark2>: max. 30 W&#246;rter auf Pashtu laut Vater u.a. alle Namen der Familienmitglieder (ca. 10) und einige Verwandtschaftsbezeichnungen (Oma, Onkel, Papa, Mama) und andere W&#246;rter, die spontan angegeben werden k&#246;nnen: &#8222;Wasser&#8220;, &#8222;komm&#8220;. </ListItem></UnorderedList></Pgraph><Pgraph>Mittels Chromosomenanalyse (aus Lymphozytenkulturen) konnte innerhalb von 3 Wochen (in 31 ausgewerteten Metaphasen) die Ursache der schwerwiegenden Mehrfachbehinderung des Jungen mit nahezu ausstehenden Spracherwerb nach Jahren gekl&#228;rt werden: Es zeigte sich ein Chromosomensatz von 49, mit den Gonosomen XXXXY (ICD 10: Q98.1) &#8211; also drei &#252;berz&#228;hligen X. Dies wird mit einer Pr&#228;valenz von neugeborenen Knaben zwischen 1:85.000 und 1:100.000 angegeben und durch eine maternale Nondisjunction in der Keimzellentwicklung verursacht.</Pgraph><Pgraph>Die betroffenen Kinder fallen typischerweise durch faciale Dysmorphien (Hypertelorismus, gro&#223;e flache Nase mit niedrigem Nasenr&#252;cken, mongoloide Lidspalten, Epikanthus, Progenie, gefaltete Ohren), einem fortschreitenden mittelschweren bis schweren geistigen Abbau mit zunehmendem Alter (IQ 20&#8211;70) und einer erheblich verz&#246;gerten Sprachentwicklung, kurzer Hals, Cubitus valgus, Pes planus, Klinodaktylie der Kleinfinger und &#252;berstreckbare Gelenke und durch fehlenden Hochwuchs bei Mangel an Wachstumshormon und schwer ausgepr&#228;gtem Hypogonadismus auf. Auch angeborene Herzfehler, Skelettanomalien, Hirnfehlbildungen, Nierenhypoplasie, Strabismus und eine schwere progrediente Myopie sind weitere m&#246;gliche Symptome (ORPHA: 96264). Chronische Mittelohrentz&#252;ndungen werden in der Literatur beschrieben und als urs&#228;chlich f&#252;r die H&#246;rst&#246;rung diskutiert.</Pgraph><Pgraph>Durch die Diagnosestellung konnte die Mitbehandlung durch Kinderkardiologen, -nephrologen, -orthop&#228;den und Augen&#228;rzte eingeleitet werden. Ab Beginn der Pubert&#228;t kann der bestehende Testosteronmangel durch eine entsprechende Hormon-Substitutionstherapie in Form von Spritzen, Pflastern oder Gel und ggf. ein Vitamin D-Mangel mit einer Vitamin-D-Substitution ausgeglichen werden. F&#252;r die betroffene Familie konnte so nicht nur die Ursache gekl&#228;rt, sondern eine Perspektive zur Weiterbehandlung und Selbsthilfe sowie versorgungsmedizinische Unterst&#252;tzung geschaffen werden. </Pgraph><SubHeadline>Schlussfolgerungen</SubHeadline><Pgraph>Eine molekulargenetische Analyse mittels Array-CGH kann bei ausstehendem Spracherwerb mit unklarer mentale Retardierung (IQ &#60;70) und mehrere dysmorphologische Merkmale und&#47;der Verdacht auf Autismus sowie multiple angeborene Fehlbildungen unklarer &#196;tiologie zur Abkl&#228;rung numerischer Chromosomenaberrationen genutzt werden. Die Behandlung der Patienten sollte durch ein multidisziplin&#228;res Expertenteam inkl. Phoniater eines Zentrums f&#252;r seltene Erkrankungen (ZSE) erfolgen.</Pgraph></TextBlock>
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        <RefTitle>Klinefelter-Syndrom. H&#228;ufigste Form des Hypogonadismus, aber oft &#252;bersehen oder unbehandelt</RefTitle>
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