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    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-25dgpp271</IdentifierUrn>
    <ArticleType>Poster</ArticleType>
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      <Title language="de">Untersuchung der Validit&#228;t des PILL-5 bei Kopf-Hals-Tumorpatienten mit Dysphagie</Title>
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        <Email>vcl.segler&#64;gmail.com</Email>
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          <LastnameHeading>M&#252;ller</LastnameHeading>
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      <DatePublished>20250925</DatePublished>
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    <Language>germ</Language>
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      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <MeetingCorporation>Deutsche Gesellschaft f&#252;r Phoniatrie und P&#228;daudiologie</MeetingCorporation>
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        <MeetingTitle>41. Wissenschaftliche Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Phoniatrie und P&#228;daudiologie (DGPP)</MeetingTitle>
        <MeetingSession>Schlucken</MeetingSession>
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          <DateFrom>20250925</DateFrom>
          <DateTo>20250928</DateTo>
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    <ArticleNo>P7</ArticleNo>
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  <OrigData>
    <Abstract language="de" linked="yes"><Pgraph><Mark1>Hintergrund:</Mark1> Bei Kopf- Hals-Tumorpatienten besteht bei bis zu 66&#37; posttherapeutisch eine Dysphagie. Das mittlere Erkrankungsalter liegt zwischen 50 und 60 Jahren; viele Patienten sind bereits multimorbide und auf die Einnahme von Tabletten angewiesen. Verbleiben Tabletten oral oder pharyngal, vom Patienten bemerkt oder unbemerkt, kann dies zu einer ver&#228;nderten Wirkung oder zu lokalen Reizungen der Schleimhaut f&#252;hren. Der PILL-5-Fragebogen zum Schluckverm&#246;gen von Tabletten wurde 2019 auf Englisch f&#252;r Dysphagie-Patienten validiert. Inwiefern er auch als Instrument von Nutzen sein kann, um eine f&#252;r den Patienten mit o.g. Risiken verbundene gest&#246;rte Medikamenteneinnahme sinnvoll zu erfassen, soll in dieser Arbeit dargestellt werden.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Material und Methoden:</Mark1> Im Rahmen einer retrospektiven Studie wurden Patienten ermittelt, die in der Klinik f&#252;r H&#246;r-, Stimm- und Sprachheilkunde des UKE aufgrund einer nach einer Kopf-Hals-Tumorerkrankung bestehenden Dysphagie von 2021 bis 2025 untersucht wurden. Bei allen Patienten war eine FEES erfolgt und ein Pill-5-Fragebogen ausgeh&#228;ndigt worden. Die Untersuchung des Tablettenschlucks in der FEES erfolgte standardm&#228;&#223;ig mit drei Tabletten unterschiedlicher Gr&#246;&#223;e und einer Kapsel. Die Bewertung erfolgte mittels des PS-4, einem Score, der f&#252;r die endoskopische Beurteilung des Tablettenschlucks in der Literatur bereits Verwendung findet. Ausgeschlossen wurden jene Patienten, denen aufgrund einer gravierenden Dysphagie in der FEES keine Tabletten gegeben werden konnten oder die den Fragebogen nicht ausreichend ausgef&#252;llt hatten.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Ergebnisse:</Mark1> Es wurden 22 Patienten in die Studie eingeschlossen (14&#47;8&#61;m&#228;nnlich&#47;weiblich, mittleres Alter&#61;80). Als pathologisch wurde beim PS-4 ein Wert von &#62;1 gewertet, also wenn die h&#228;ngengebliebene Tablette nicht gesp&#252;rt wurde oder eine effektive Reinigung nicht m&#246;glich war. Beim Pill-5 wurde gem&#228;&#223; der Literatur ein Wert von &#62;6 als pathologisch gewertet. Hier zeigte sich eine Sensitivit&#228;t von 54&#37; und eine Spezifit&#228;t von 63&#37;. Wertet man beim Pill-5 bereits einen Wert von &#62;3 als pathologisch, erh&#246;ht sich die Sensitivit&#228;t auf 81&#37;.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Schlussfolgerungen:</Mark1> Der PILL-5 kann mit Cut-off-Werten, die aktuell in der Literatur zu finden sind, nicht als Screening-Instrument f&#252;r Einschr&#228;nkungen beim Tablettenschluck bei Tumorpatienten verwendet werden. Es k&#246;nnte jedoch sinnvoll sein, den Cut-off-Wert, angepasst an die Grunderkrankung, zu ver&#228;ndern. F&#252;r weitere Untersuchungen kann von Interesse sein, einen anderen Score f&#252;r die Beurteilung des Tablettenschlucks in der FEES heranzuziehen. </Pgraph></Abstract>
    <TextBlock name="Text" linked="yes">
      <MainHeadline>Text</MainHeadline><SubHeadline>Hintergrund</SubHeadline><Pgraph>Bis zu 66 &#37; der Patienten mit Kopf-Hals-Tumoren (KHT) leiden im Rahmen der Erkrankung unter Dysphagie, die durch Xerostomie, eine ver&#228;nderte Gewebebeweglichkeit und Ver&#228;nderungen sowie Beweglichkeitseinschr&#228;nkungen der f&#252;r das Schlucken erforderlichen anatomischen Strukturen verursacht werden <TextLink reference="1"></TextLink>. </Pgraph><Pgraph>Das durchschnittliche Erkrankungsalter f&#252;r KHT liegt zwischen 50 und 60 Jahren; zu diesem Zeitpunkt sind viele Patienten bereits multimorbide und auf die Einnahme von Tabletten angewiesen. Verbleiben Tabletten oral oder pharyngal, vom Patienten bemerkt oder unbemerkt, kann dies zu einer ver&#228;nderten Wirkung oder gar zu lokalen Reizungen der Schleimhaut f&#252;hren. Der PILL-5- Fragebogen zum Schluckverm&#246;gen von Tabletten wurde 2019 auf Englisch f&#252;r Dysphagie-Patienten validiert <TextLink reference="2"></TextLink>. Ob er auch als Instrument geeignet ist, um die St&#246;rung der Tablettenaufnahme bei Patienten mit Dysphagie nach einer Tumortherapie sinnvoll zu erfassen, wird in diesem Beitrag vorgestellt. </Pgraph><SubHeadline>Material und Methoden</SubHeadline><Pgraph>Im Rahmen einer retrospektiven Studie wurden Patienten ermittelt, die in der Klinik f&#252;r H&#246;r-, Stimm- und Sprachheilkunde des UKE aufgrund einer nach einer Kopf-Hals-Tumorerkrankung bestehenden Dysphagie von 2021 bis 2025 untersucht wurden. Bei allen Patienten war eine FEES erfolgt und ein Pill-5-Fragebogen ausgeh&#228;ndigt worden. Die Untersuchung des Tablettenschlucks in der FEES erfolgte standardm&#228;&#223;ig mit drei Tabletten unterschiedlicher Gr&#246;&#223;e und einer Kapsel. Die Bewertung erfolgte mittels des PS-4, einem Score, der f&#252;r die endoskopische Beurteilung des Tablettenschlucks in der Literatur bereits Verwendung findet. </Pgraph><Pgraph>Ausgeschlossen wurden jene Patienten, denen aufgrund einer gravierenden Dysphagie in der FEES keine Tabletten gegeben werden konnten oder die den Fragebogen nicht ausreichend ausgef&#252;llt hatten.</Pgraph><SubHeadline>Ergebnisse</SubHeadline><Pgraph>Es wurden 22 Patienten in die Studie eingeschlossen (14&#47;8&#61; m&#228;nnlich&#47;weiblich, mittleres Alter&#61;80). Bei den Tumorentit&#228;ten handelte es sich meist um Plattenepithelkarzinome der oberen Atemwege, aber auch um zwei Schilddr&#252;senkarzinome. Die meisten Patienten hatten eine chirurgische Therapie und&#47;oder eine (prim&#228;re) Radiotherapie, teilweise mit Chemotherapie, erhalten. Eine Untersuchung fand vor der geplanten Tumor-Therapie statt.</Pgraph><Pgraph>Als pathologisch wurde beim PS-4 ein Wert von &#62;1 gewertet, also wenn die h&#228;ngengebliebene Tablette nicht gesp&#252;rt wurde oder eine effektive Reinigung nicht m&#246;glich war. Beim Pill-5 wurde gem&#228;&#223; der Literatur ein Wert von &#62;6 als pathologisch gewertet. Hier zeigte sich eine Sensitivit&#228;t von 54&#37; und eine Spezifit&#228;t von 63&#37;. Wertet man beim Pill-5 bereits einen Wert von &#62;3 als pathologisch, erh&#246;ht sich die Sensitivit&#228;t auf 81&#37;.</Pgraph><SubHeadline>Diskussion&#47;Schlussfolgerungen</SubHeadline><Pgraph>Der PILL-5 kann mit Cut-off Werten, die aktuell in der Literatur zu finden sind, nicht als Screening-Instrument f&#252;r Einschr&#228;nkungen beim Tablettenschluck bei Tumorpatienten verwendet werden. Es k&#246;nnte jedoch sinnvoll sein, den Cut-off-wert, angepasst an die Grunderkrankung, bspw. KHT versus neurologische Dysphagie, zu ver&#228;ndern. F&#252;r weitere Studien kann von Interesse sein, einer anderen noch differenzierteren Score f&#252;r die Beurteilung des Tablettenschlucks in der FEES heranzuziehen.</Pgraph></TextBlock>
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        <RefTitle>Objective dysphagia is very common after radiotherapy in oropharyngeal cancer patients</RefTitle>
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        <RefTotal>Pflug C, M&#252;ller F, Koseki JC, Petersen C, Nienstedt JC, Tribius S. Objective dysphagia is very common after radiotherapy in oropharyngeal cancer patients. Oral Surg Oral Med Oral Pathol Oral Radiol. 2025 Jul;140(1):54-63.</RefTotal>
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        <RefTotal>Nativ-Zeltzer N, Bayoumi A, Mandin VP, Kaufman M, Seeni I, Kuhn MA, Belafsky PC. Validation of the PILL-5: A 5-Item Patient Reported Outcome Measure for Pill Dysphagia. Front Surg. 2019 Jul 24;6:43. </RefTotal>
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