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    <ArticleType>Vortrag</ArticleType>
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      <Title language="de">Outcome nach Cochlea-Implantation bei SSD-Kindern</Title>
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        <Address>Katholisches Klinikum Bochum, Ruhr-Universit&#228;t Bochum, Klinik f&#252;r Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, CI-Zentrum Ruhrgebiet, Bochum, Deutschland<Affiliation>Katholisches Klinikum Bochum, Ruhr-Universit&#228;t Bochum, Klinik f&#252;r Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, CI-Zentrum Ruhrgebiet, Bochum, Deutschland</Affiliation></Address>
        <Email>christiane.voelter&#64;rub.de</Email>
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          <Affiliation>Katholisches Klinikum Bochum, Ruhr-Universit&#228;t Bochum, Klinik f&#252;r Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, CI-Zentrum Ruhrgebiet, Bochum, Deutschland</Affiliation>
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      <DatePublished>20250925</DatePublished>
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      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <MeetingCorporation>Deutsche Gesellschaft f&#252;r Phoniatrie und P&#228;daudiologie</MeetingCorporation>
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        <MeetingTitle>41. Wissenschaftliche Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Phoniatrie und P&#228;daudiologie (DGPP)</MeetingTitle>
        <MeetingSession>H&#246;rst&#246;rungen fr&#252;h entdecken, versorgen und effektiv rehabilitieren III</MeetingSession>
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    <Abstract language="de" linked="yes"><Pgraph><Mark1>Hintergrund:</Mark1> Die Versorgung mit einem Cochlea-Implantat (CI) ist eine etablierte Therapie bei cochle&#228;rer Single-Sided Deafness (SSD) im Erwachsenenalter. Im Kindesalter ist Datenlage derzeit noch recht unklar.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Material und Methoden:</Mark1> Im Rahmen einer monozentrischen Studie wurden 20 Kinder mit einer vermutlich kongenitalen Ertaubung, die mit 2,6 (SD 1,7) Jahren mit einem CI versorgt wurden, eingeschlossen. Erfasst wurden das Sprachverstehen in Ruhe (Freiburger&#47;G&#246;ttinger&#47;Mainzer) und im St&#246;rger&#228;usch (OLSA&#47;OLKISA), das Lokalisations- (RMS, MAE) bzw. das Lateralisierungsverm&#246;gen, die subjektive Bewertung durch Eltern und Kinder (SSQ, E-HAK, Bochumer Fragebogen) und die Tragedauer.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Ergebnisse:</Mark1> Im Gesamtkollektiv fand sich eine signifikante Verbesserung des Sprachverstehens in Ruhe auf dem CI-Ohr (0&#37; pr&#228; versus 37&#37; post), im St&#246;rl&#228;rm im Setting SssdNnh (p&#61;0.045) und im Lokalisationsverm&#246;gen, gemessen am RMS (ohne CI 69,761&#176; versus 52,384&#176; mit CI, p&#61;0.0040), und in der subjektiven Beurteilung des Outcomes (p&#60;0.005). Dabei zeigte sich eine gro&#223;e interindividuelle Variabilit&#228;t, die sich nicht allein durch das Implantationsalter erkl&#228;ren lie&#223;. Daneben gab es wenige Korrelationen zwischen den objektiv und den subjektiv erhobenen Daten.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Schlussfolgerungen:</Mark1> Eine Cochlea-Implantation bei kongenital ertaubten SSD-Kindern bedarf unabh&#228;ngig vom Lebensalter einer ausf&#252;hrlichen Aufkl&#228;rung der Eltern. Langfristig sind prospektive Multicenterstudien zu fordern.</Pgraph></Abstract>
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      <MainHeadline>Text</MainHeadline><SubHeadline>Einleitung</SubHeadline><Pgraph>Die Versorgung mit einem Cochlea-Implantat (CI) ist eine etablierte Therapie bei cochle&#228;rer Single-Sided Deafness (SSD) im Erwachsenenalter <TextLink reference="1"></TextLink>. Im Kindesalter ist die Datenlage derzeit noch recht unklar <TextLink reference="2"></TextLink>, <TextLink reference="3"></TextLink>, <TextLink reference="4"></TextLink>. </Pgraph><SubHeadline>Material und Methoden</SubHeadline><Pgraph>Im Rahmen einer monozentrischen Studie wurden 20 Kinder mit einer kongenitalen einseitigen Ertaubung, die in der Klinik f&#252;r HNO am Universit&#228;tsklinikum der Ruhr-Universit&#228;t Bochum zwischen Juni 2012 und Mai 2024 mit 2,6 (SD 1,7) Jahren mit einem CI versorgt wurden, eingeschlossen. Erfasst wurden entsprechend dem Lebensalter des Kindes das Sprachverstehen in Ruhe (Freiburger, G&#246;ttinger oder Mainzer Sprachtest) und im St&#246;rger&#228;usch (OLSA oder OLKiSA), das Lokalisationsverm&#246;gen (gemessen am &#8222;root mean square error&#8220; (RMS) und am &#8222;mean absolute error&#8220; (MAE)). Daneben erfolgte eine subjektive Bewertung durch Eltern und Kinder (SSQ-Fragebogen in der Version f&#252;r Eltern und f&#252;r Kinder, E-HAK-Fragebogen zur Einsch&#228;tzung von H&#246;rsituationen im Alltag von Kindern, Bochumer Fragebogen) und die Erfassung der Tragedauer. SSD-Kinder mit einer progedienten Schwerh&#246;rigkeit wurden ausgeschlossen.</Pgraph><SubHeadline>Ergebnisse</SubHeadline><Pgraph>Durch das Implantat verbesserten sich das Sprachverstehens in Ruhe auf dem CI-Ohr allein (0&#37; pr&#228; versus 37&#37; post) und im St&#246;rl&#228;rm im Setting SssdNnh (p&#61;0.045), ebenso das Lokalisationsverm&#246;gen, gemessen am RMS (ohne CI 69,76&#176; versus 52,38&#176; mit CI, p&#61;0.0040). Dabei zeigte sich eine gro&#223;e interindividuelle Variabilit&#228;t, die sich nicht allein durch das Implantationsalter erkl&#228;ren lie&#223;. In der subjektiven Beurteilung des Outcomes gemessen am SSQ-Fragebogen fand sich sowohl in der Beurteilung durch die Eltern (n&#61;20) als auch durch die Kinder (n&#61;13) eine signifikante Verbesserung mit CI in allen drei Unterdom&#228;nen (au&#223;er im Untertest H&#246;rqualit&#228;t im Kinderfragebogen) und im Gesamtscore (p&#60;0.005) (Abbildung 1 <ImgLink imgNo="1" imgType="figure" />). Auch w&#252;rde sich die &#252;berwiegende Anzahl der Eltern gemessen am Bochumer Fragebogen erneut f&#252;r eine Cochlea Implantation entscheiden. Interessanterweise zeigte sich kein Zusammenhang zwischen den objektiv erfassten Daten zum Sprachverstehen und zum Richtungsh&#246;rverm&#246;gen und der subjektiven Beurteilung (p&#62;0.05). Auch die Tragedauer korrelierte nicht mit dem objektiv gemessenen Benefit. </Pgraph><SubHeadline>Schlussfolgerung</SubHeadline><Pgraph>Eine Cochlea-Implantation bei kongenital ertaubten SSD-Kindern bedarf unabh&#228;ngig vom Lebensalter einer ausf&#252;hrlichen Aufkl&#228;rung der Eltern. Langfristig sind prospektive Multicenterstudien zu fordern.</Pgraph></TextBlock>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 1: SSQ-Fragebogen Elternversion (n&#61;20) bzw. Kinderversion (n&#61;13) ohne und mit CI im Vergleich</Mark1></Pgraph></Caption>
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