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    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-25dgpp065</IdentifierUrn>
    <ArticleType>Vortrag</ArticleType>
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      <Title language="de">Einflussanalyse pr&#228;phonatorischer Parameter auf die Fundamentalfrequenz der Phonation</Title>
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          <AcademicTitle>PD Dr.</AcademicTitle>
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        <Address>Hals-Nasen-Ohren Klinik, Kopf und Halschirurgie, Universit&#228;tsklinikum Erlangen, Friedrich-Alexander-Universit&#228;t Erlangen-N&#252;rnberg, Phoniatrie und P&#228;daudiologie, Waldstr. 1, 91054 Erlangen, Deutschland<Affiliation>Hals-Nasen-Ohren Klinik, Kopf und Halschirurgie, Universit&#228;tsklinikum Erlangen, Friedrich-Alexander-Universit&#228;t Erlangen-N&#252;rnberg, Phoniatrie und P&#228;daudiologie, Erlangen, Deutschland</Affiliation></Address>
        <Email>stefan.kniesburges&#64;uk-erlangen.de</Email>
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      <DatePublished>20250925</DatePublished>
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      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <MeetingCorporation>Deutsche Gesellschaft f&#252;r Phoniatrie und P&#228;daudiologie</MeetingCorporation>
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        <MeetingTitle>41. Wissenschaftliche Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Phoniatrie und P&#228;daudiologie (DGPP)</MeetingTitle>
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  <OrigData>
    <Abstract language="de" linked="yes"><Pgraph><Mark1>Hintergrund:</Mark1> Die Fundamentalfrequenz F<Subscript>0</Subscript> der menschlichen Stimmlippenschwingungen ist das Resultat aus dem Zusammenspiel der Aktivierung der unterschiedlichen Kehlkopfmuskeln und der Verschiebung des laryngealen Knorpelger&#252;sts. Dadurch werden die pr&#228;phonatorischen glottalen Parameter der Vorspannung, der L&#228;nge und der Adduktion der Stimmlippen gesteuert, um eine effiziente Anregung durch den Luftstrom zu gew&#228;hrleisten. Da dieses Zusammenspiel in vivo schwer zu analysieren ist, wurde ein experimentelles Kehlkopfmodell entwickelt, das eine unabh&#228;ngige Steuerung der Parameter erm&#246;glicht.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Material und Methoden:</Mark1> Das Kehlkopfmodell besteht aus Silikon mit charakteristischen Materialkennwerten. Die Stimmlippen bestehen dabei aus 4 Schichten (M. Vocalis, Ligament, Schleimhaut und Epithel) mit unterschiedlichen Steifigkeitswerten. Das Ligament enth&#228;lt eine Faser, um eine definierte Spannkraft anlegen zu k&#246;nnen. Ein elektromechanischer Versuchsstand erlaubt die voneinander unabh&#228;ngige Einstellung von Adduktion, Stimmlippenl&#228;nge, Vorspannung in den Stimmlippen und Luftflussrate. Mit diesem Setup wurden umf&#228;ngliche Messungen der Stimmlippenschwingung, des subglottalen Drucks und des Schalls durchgef&#252;hrt, wobei die glottalen Parameter und der Luftfluss systematisch variiert wurden.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Ergebnisse:</Mark1> F<Subscript>0</Subscript> ergab sich zwischen 80 Hz und 450 Hz abh&#228;ngig von der Kombination der glottalen Parameter. Dabei stieg die Frequenz mit steigender Faserspannung und st&#228;rkerer Adduktion an. Demgegen&#252;ber korrelierten eine kleinere Stimmlippenl&#228;nge und ein kleinere Luftflussrate mit hohen Frequenzen.</Pgraph><Pgraph>Der Anstieg von F<Subscript>0</Subscript> zeigt f&#252;r alle glottalen Parameter Unterbrechungen, d.h. F<Subscript>0</Subscript>-Bereiche in denen keine Schwingung der Stimmlippen auftrat. Als Ergebnis zeigten sich demnach 2&#8211;3 voneinander abgegrenzte Frequenzbereiche, in denen jeweils F<Subscript>0</Subscript> durch gezielte Variation der glottalen Parameter und des Luftflusses stufenlos verstellbar ist.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Schlussfolgerungen:</Mark1> Der gro&#223;e Vorteil dieses Modells ist die entkoppelte Einstellm&#246;glichkeit der glottalen Parameter und des Luftflusses, um deren isolierten Einfluss auf die Phonation zu analysieren. Die Ergebnisse zeigten, dass die glottalen Parameter F<Subscript>0</Subscript> nach physiologischem Verst&#228;ndnis beeinflussen. Ein physiologisches Pendant zum Effekt der abgegrenzten Frequenzbereiche ist nicht eindeutig zu identifizieren. Der Einfluss auf die Schwingungsform (Symmetrie, Periodizit&#228;t, Glottisschluss) und auf den Schall sind Gegenstand weiterer Analysen. </Pgraph></Abstract>
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      <MainHeadline>Text</MainHeadline><SubHeadline>Hintergrund</SubHeadline><Pgraph>Die Fundamentalfrequenz F<Subscript>0</Subscript> der menschlichen Stimmlippenschwingungen ist das Resultat aus dem Zusammenspiel der Aktivierung der unterschiedlichen Kehlkopfmuskeln und der Verschiebung des laryngealen Knorpelger&#252;sts. Dadurch werden die pr&#228;phonatorischen glottalen Parameter der Vorspannung, der L&#228;nge und der Adduktion der Stimmlippen gesteuert, um eine effiziente Anregung durch den Luftstrom zu gew&#228;hrleisten. Da dieses Zusammenspiel in vivo schwer zu analysieren ist, wurde ein experimentelles Kehlkopfmodell entwickelt, das eine unabh&#228;ngige Steuerung der Parameter erm&#246;glicht.</Pgraph><SubHeadline>Material und Methoden</SubHeadline><Pgraph>Das Kehlkopfmodell besteht aus Silikon mit charakteristischen Materialkennwerten <TextLink reference="1"></TextLink>. Die Stimmlippen bestehen dabei aus 4 Schichten (M. Vocalis, Ligament, Schleimhaut und Epithel) mit unterschiedlichen Steifigkeitswerten, siehe Abbildung 1 <ImgLink imgNo="1" imgType="figure" />. Das Ligament enth&#228;lt eine Faser, um eine definierte Spannkraft anlegen zu k&#246;nnen. Ein elektromechanischer Versuchsstand erlaubt die voneinander unabh&#228;ngige Einstellung von Adduktion, Stimmlippenl&#228;nge, Vorspannung in den Stimmlippen und Luftflussrate. Mit diesem Setup wurden umf&#228;ngliche Messungen der Stimmlippenschwingung, des subglottalen Drucks und des Schalls durchgef&#252;hrt, wobei die glottalen Parameter und der Luftfluss systematisch variiert wurden <TextLink reference="2"></TextLink>, <TextLink reference="3"></TextLink>.</Pgraph><SubHeadline>Ergebnisse</SubHeadline><Pgraph>F<Subscript>0</Subscript> ergab sich zwischen 80 Hz und 450 Hz abh&#228;ngig von der Kombination der glottalen Parameter. Dabei stieg die Frequenz mit steigender Faserspannung und st&#228;rkerer Adduktion an. Demgegen&#252;ber korrelierten eine kleinere Stimmlippenl&#228;nge und ein kleinere Luftflussrate mit hohen Frequenzen.</Pgraph><Pgraph>Der Anstieg von F<Subscript>0</Subscript> zeigt f&#252;r alle glottalen Parameter Unterbrechungen, d.h. F<Subscript>0</Subscript>-Bereiche in denen keine Schwingung der Stimmlippen auftrat. Als Ergebnis zeigten sich demnach 2&#8211;3 voneinander abgegrenzte Frequenzbereiche, in denen jeweils F<Subscript>0</Subscript> durch gezielte Variation der glottalen Parameter und des Luftflusses stufenlos verstellbar ist.</Pgraph><SubHeadline>Diskussion</SubHeadline><Pgraph>Der gro&#223;e Vorteil dieses Modells ist die entkoppelte Einstellm&#246;glichkeit der glottalen Parameter und des Luftflusses, um deren isolierten Einfluss auf die Phonation zu analysieren. Die Ergebnisse zeigten, dass die glottalen Parameter F<Subscript>0</Subscript> nach physiologischem Verst&#228;ndnis beeinflussen. Ein physiologisches Pendant zum Effekt der abgegrenzten Frequenzbereiche ist nicht eindeutig zu identifizieren. Der Einfluss auf die Schwingungsform (Symmetrie, Periodizit&#228;t, Glottisschluss) und auf den Schall sind Gegenstand weiterer Analysen.  </Pgraph></TextBlock>
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        <RefTitle>Effect of Ligament Fibers on Dynamics of Synthetic, Self-Oscillating Vocal Folds in a Biomimetic Larynx Model</RefTitle>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 1: Kehlkopfmodell in der Gesamtansicht (links). Stimmlippen mit Schichtaufbau (rechts)</Mark1></Pgraph></Caption>
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