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    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-25rhk1507</IdentifierUrn>
    <ArticleType>Meeting Abstract</ArticleType>
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      <Title language="de">Verweildauer und Frakturkomplexit&#228;t an der unteren Extremit&#228;t: Retrospektive Kohortenstudie aus der Unfallchirurgie</Title>
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      <DatePublished>20250917</DatePublished>
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      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <MeetingCorporation>Deutsche Gesellschaft f&#252;r Rheumatologie</MeetingCorporation>
        <MeetingCorporation>Deutsche Gesellschaft f&#252;r Orthop&#228;dische Rheumatologie</MeetingCorporation>
        <MeetingName>53. Kongress der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Rheumatologie (DGRh), 39. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Orthop&#228;dische Rheumatologie (DGORh)</MeetingName>
        <MeetingTitle>Deutscher Rheumatologiekongress 2025</MeetingTitle>
        <MeetingSession>Rheuma-Orthop&#228;die</MeetingSession>
        <MeetingCity>Wiesbaden</MeetingCity>
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          <DateFrom>20250917</DateFrom>
          <DateTo>20250920</DateTo>
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    <ArticleNo>RO.05</ArticleNo>
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      <MainHeadline>Text</MainHeadline><Pgraph><Mark1>Einleitung: </Mark1>Die Analyse von Frakturen, insbesondere in Bezug auf deren Auswirkungen auf die Verweildauer der betroffenen Patienten im Krankenhaus und deren Altersstruktur, bietet Einblicke in die Behandlungsstrategien und das Ressourcenmanagement in orthop&#228;dischen und traumatologischen Abteilungen. Insbesondere die Behandlung von Bimalleolarfrakturen (S82.81) und Unterschenkelfrakturen (S82.88) erfordern eine differenzierte Betrachtung der Verweildauer und der Patientencharakteristika, da diese h&#228;ufig mit l&#228;ngeren Krankenhausaufenthalten verbunden sind <TextLink reference="1"></TextLink>. Zus&#228;tzlich verkomplizieren Begleiterkrankungen (Diabetes, Rheuma, COPD, Osteoporose, etc.) den Heilungsverlauf.</Pgraph><Pgraph>Die durchgef&#252;hrte retrospektive Kohortenstudie untersucht den Zusammenhang zwischen verschiedenen Frakturdiagnosen, der Verweildauer, den Begleiterkrankungen  und dem Alter der Patienten. Die Diagnosen umfassen unter anderem S81.80 (geschlossene Fraktur des Schienbeinschafts), S81.81 (offene Fraktur des Schienbeinschafts), S81.84 (Fraktur des distalen Schienbeins), S81.9 (nicht n&#228;her bezeichnete Fraktur des Unterschenkels) und S82.82 (Fraktur des Unterschenkels mit Gelenkbeteiligung). Das Ziel besteht darin, potenzielle Schlussfolgerungen und klinische Implikationen f&#252;r die medizinische Versorgung herauszuarbeiten.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Methoden: </Mark1>In einer retrospektiven Analyse wurden Daten von 3.069 Patienten mit den oben genannten Diagnosen ausgewertet, welche zwischen 2018 und 2024 in der traumatologischen Abteilung des Universit&#228;tsklinikums Gie&#223;en behandelt wurden. Die Daten umfassen demografische Merkmale (Alter, Geschlecht) sowie die durchschnittliche Verweildauer der Patienten. Letztere wurde in Abh&#228;ngigkeit der Diagnosen und Altersgruppen analysiert und in Verbindung mit Komplikationen, chirurgischen Eingriffen und Rehabilitationsbed&#252;rfnissen untersucht.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Ergebnisse: </Mark1>Die durchschnittliche Verweildauer variierte je nach Diagnose und Alter erheblich. Patienten mit Bimalleolarfrakturen (S82.81) wiesen eine deutlich l&#228;ngere durchschnittliche Verweildauer im Krankenhaus auf. Sie betrug 7,41 Tage und lag damit signifikant &#252;ber der Verweildauer von Patienten mit nicht n&#228;her bezeichneten Unterschenkelfrakturen (S82.9), die im Durchschnitt lediglich 3,71 Tage betrug. Bei Patienten ab 65 Jahren verl&#228;ngerte sich der Krankenhausaufenthalt auf durchschnittlich 16,3 Tage, was einer Steigerung von rund 106&#37; gegen&#252;ber j&#252;ngeren Patienten entspricht, die im Durchschnitt 7,9 Tage verweilten. Dies steht in &#220;bereinstimmung mit aktuellen Studien zur h&#246;heren Komplikationsrate und langsameren Genesung bei &#228;lteren Patienten <TextLink reference="2"></TextLink>. Die Analyse zeigte zudem, dass Frakturen mit Gelenkbeteiligung, wie sie bei S82.82 und S82.88 vorkommen k&#246;nnen, mit einer h&#246;heren Rate an postoperativen Komplikationen und l&#228;ngeren Krankenhausaufenthalten assoziiert waren <TextLink reference="3"></TextLink>.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Schlussfolgerung: </Mark1>Die Ergebnisse best&#228;tigen die bekannte Tatsache, dass komplexe Frakturen wie Bimalleolarfrakturen mit einer l&#228;ngeren Verweildauer verbunden sind, die sowohl auf die Schwere der Verletzung als auch auf die erforderlichen chirurgischen Eingriffe zur&#252;ckzuf&#252;hren ist <TextLink reference="4"></TextLink>. Die Daten verdeutlichen zudem, dass das Alter einen entscheidenden Einfluss auf die Behandlungsdauer hat, da &#228;ltere Patienten in der Regel langsamer genesen und ein h&#246;heres Risiko f&#252;r postoperative Komplikationen wie Infektionen oder Thrombosen aufweisen <TextLink reference="5"></TextLink>. Nicht ber&#252;cksichtigt werden zumeist Begleiterkrankungen, die einen direkten und indirekten Einfluss auf die Heilung und das Risiko f&#252;r Komplikationen haben. Diese Erkenntnisse unterstreichen die Notwendigkeit einer altersgerechten, individuell abgestimmten Behandlung und Rehabilitation.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Fazit:</Mark1> Diese Studie liefert wertvolle Erkenntnisse &#252;ber den Einfluss verschiedener Frakturtypen, Comorbidit&#228;ten und des Patientenalters auf die Krankenhausverweildauer sowie den damit verbundenen Ressourcenbedarf. Die Ergebnisse legen nahe, dass eine personalisierte Behandlung unter Ber&#252;cksichtigung des Alters und vorhandener Erkrankungen sowie der Frakturkomplexit&#228;t erforderlich ist, um die Krankenhausressourcen effizient zu nutzen und die patientenorientierte Versorgung zu optimieren. Weitere prospektive Studien sind notwendig, um diese Ergebnisse zu validieren und spezifische Behandlungsempfehlungen zu entwickeln.</Pgraph></TextBlock>
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