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      <Title language="de">Wenn Schmerzen l&#228;hmen</Title>
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      <DatePublished>20250917</DatePublished>
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      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <MeetingCorporation>Deutsche Gesellschaft f&#252;r Rheumatologie</MeetingCorporation>
        <MeetingCorporation>Deutsche Gesellschaft f&#252;r Orthop&#228;dische Rheumatologie</MeetingCorporation>
        <MeetingName>53. Kongress der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Rheumatologie (DGRh), 39. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Orthop&#228;dische Rheumatologie (DGORh)</MeetingName>
        <MeetingTitle>Deutscher Rheumatologiekongress 2025</MeetingTitle>
        <MeetingSession>Der besondere Fall</MeetingSession>
        <MeetingCity>Wiesbaden</MeetingCity>
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          <DateFrom>20250917</DateFrom>
          <DateTo>20250920</DateTo>
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    <ArticleNo>FA.11</ArticleNo>
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      <MainHeadline>Text</MainHeadline><Pgraph><Mark1>Vorgeschichte:</Mark1> Ein 51-j&#228;hriger Patient stellte sich Mitte Februar 2025 in der Notaufnahme vor und klagte &#252;ber immobilisierende Schmerzen. Die Beschwerden begannen im Fr&#252;hjahr 2024 mit einer schleichenden Kraftlosigkeit beim Sport, gefolgt von progredienten Schmerzen, die zun&#228;chst im Leistenbereich auftraten und sich im Verlauf auf die Knie, H&#228;nde und Schultern ausweiteten. Ab Herbst 2024 verschlechterte sich die Symptomatik weiter, mit einer massiven Zunahme der Beschwerden ab Mitte Dezember. Die Schmerzen waren von ausgepr&#228;gter Morgensteifigkeit begleitet und f&#252;hrten zu n&#228;chtlichem Erwachen. Der Patient hatte die Beschwerden zun&#228;chst auf Stress zur&#252;ckgef&#252;hrt. Eine Selbstmedikation mit Ibuprofen zeigte nur geringe Wirkung.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Leitsymptom bei Krankheitsmanifestation:</Mark1> Ausgepr&#228;gte, immobilisierende Polyarthritis mit Schmerzmaximum in der unteren Extremit&#228;t, begleitet von Morgensteifigkeit und n&#228;chtlichen Schmerzen.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Diagnostik:</Mark1> Laborchemisch fanden sich erh&#246;hte Entz&#252;ndungswerte und eine normwertige Creatinkinase. Aufgrund einer Kniegelenkschwellung erfolgte eine sterile Punktion des rechten Kniegelenks ohne Nachweis bakterieller Erreger. Eine Sonographie zeigte eine bilaterale Bizepssehnenentz&#252;ndung sowie eine Kapseldistension der H&#252;ftgelenke. Serologisch fiel ein positiver Lues-Suchtest mit IgG-Nachweis im Best&#228;tigungstest auf, jedoch ohne IgM-Reaktivit&#228;t. Anamnestisch erinnerte sich der Patient an eine als ausgeheilt erkl&#228;rte Syphilis vor sechs Jahren, ohne erinnerliche Genitalulzerationen oder weiteren Beschwerden. Neurologisch wurde rezidivierendes Verschwommensehen berichtet, eine Lumbalpunktion erbrachte jedoch keinen Hinweis auf eine Neurosyphilis.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Therapie:</Mark1> Aufgrund der unklaren serologischen Befunde und der schweren Symptomatik erfolgte eine antibiotische Therapie mit Ceftriaxon i.v. &#252;ber 14 Tage sowie eine Glukokortikoidtherapie mit Prednisolon unter dem Verdacht auf eine reaktive Polyarthritis im Rahmen einer sp&#228;ten Syphilis.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Weiterer Verlauf:</Mark1> Unter der Therapie kam es zu einer Besserung der Symptomatik, jedoch persistierten residuale Gelenkbeschwerden und eine ausgepr&#228;gte Morgensteifigkeit. Dies wirft die Frage auf, ob die aus infektiologischer Sicht leitliniengerecht behandelte Sp&#228;tlues tats&#228;chlich die pathophysiologische Ursache der akuten Polyarthritis darstellte oder ob es sich um eine Koinzidenz handelte. Alternativ k&#246;nnte eine eigenst&#228;ndige rheumatologische Erkrankung vorliegen, die unabh&#228;ngig von der positiven Syphilis-Serologie besteht. Diese diagnostische Unsicherheit unterstreicht die komplexe Differenzialdiagnose und die Notwendigkeit einer gr&#252;ndlichen rheumatologischen Abkl&#228;rung in vergleichbaren F&#228;llen.</Pgraph></TextBlock>
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        <RefAuthor>Deutsche STI-Gesellschaft (DSTIG)</RefAuthor>
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        <RefYear>2021</RefYear>
        <RefBookTitle>Diagnostik und Therapie der Syphilis. S2k-Leitlinie, Version 1.1</RefBookTitle>
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        <RefTotal>Deutsche STI-Gesellschaft (DSTIG). Diagnostik und Therapie der Syphilis. S2k-Leitlinie, Version 1.1, Juni 2021. Verf&#252;gbar unter: https:&#47;&#47;register.awmf.org&#47;assets&#47;guidelines&#47;059-002l&#95;S2k&#95;Diagnostik&#95;Therapie&#95;Syphilis&#95;2021&#95;06.pdf</RefTotal>
        <RefLink>https:&#47;&#47;register.awmf.org&#47;assets&#47;guidelines&#47;059-002l&#95;S2k&#95;Diagnostik&#95;Therapie&#95;Syphilis&#95;2021&#95;06.pdf</RefLink>
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