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    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-25gma2684</IdentifierUrn>
    <ArticleType>Meeting Abstract</ArticleType>
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      <Title language="de">Schutz vor Diskriminierung und sexualisierter Gewalt &#8211; die Entwicklung eines Schutzkonzeptes f&#252;r Medizinstudierende der Universit&#228;t Bonn</Title>
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          <Affiliation>Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universit&#228;t Bonn, Studiendekanat der Medizinischen Fakult&#228;t, Bonn, Deutschland</Affiliation>
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          <Affiliation>Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universit&#228;t Bonn, Studiendekanat der Medizinischen Fakult&#228;t, Bonn, Deutschland</Affiliation>
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          <Affiliation>IPA Institut f&#252;r Pr&#228;vention und Aufarbeitung sexualisierter Gewalt, Bonn, Deutschland</Affiliation>
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          <Firstname>Bernd</Firstname>
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          <Affiliation>Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universit&#228;t Bonn, Studiendekanat der Medizinischen Fakult&#228;t, Bonn, Deutschland</Affiliation>
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          <Firstname>Bernhard</Firstname>
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          <Affiliation>Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universit&#228;t Bonn, Studiendekanat der Medizinischen Fakult&#228;t, Bonn, Deutschland</Affiliation>
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      <DatePublished>20250908</DatePublished>
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      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <MeetingName>Jahrestagung der Gesellschaft f&#252;r Medizinische Ausbildung (GMA)</MeetingName>
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        <MeetingSession>P-09 Diversity &#47; pers&#246;nliche Entwicklung</MeetingSession>
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    <ArticleNo>P-09-06</ArticleNo>
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      <MainHeadline>Text</MainHeadline><Pgraph><Mark1>Fragestellung&#47;Zielsetzung: </Mark1>Sexualisierte Diskriminierung und Gewalt ist Bestandteil der Lebensrealit&#228;t von Studierenden. 2024 wurde die bisher gr&#246;&#223;te europ&#228;ische Studie zum Thema &#8222;Geschlechtsbezogener Gewalt&#8220; (UniSAFE Studie) an Universit&#228;ten ver&#246;ffentlicht <TextLink reference="1"></TextLink>. Hier wurden 15 L&#228;nder, 48 Universit&#228;ten und 42186 Studierende in die Datenauswertung mit einbezogen. 30&#37; der Stichprobe berichtet &#252;ber sexuelle Bel&#228;stigung. In 54 qualitativen Interviews mit Betroffenen reichten nur 17 Proband&#42;innen eine Beschwerde ein. 50&#37; der Beschwerden wurden gar nicht beantwortet. In keinem Fall gab es eine Konsequenz f&#252;r die T&#228;ter&#42;innen <TextLink reference="2"></TextLink>.  </Pgraph><Pgraph>Angehende Mediziner&#42;innen sind w&#228;hrend ihrer Ausbildung besonderen Risiken ausgesetzt, die es erschweren, F&#228;lle von sexualisierter Gewalt und Diskriminierung zu melden und aufzuarbeiten. Dazu geh&#246;ren starke Hierarchien und Machtgef&#228;lle innerhalb des Arbeitsumfelds sowie die Tatsache, dass in der Medizin Grenz&#252;berschreitungen teilweise als Teil des Jobs wahrgenommen werden. Dar&#252;ber hinaus herrscht in diesem Berufsfeld eine Kultur, die st&#228;ndige Leistungsf&#228;higkeit, unerm&#252;dlichen Einsatz und unfehlbare Kompetenz erwartet, was es f&#252;r Betroffene schwieriger macht, sich einzugestehen, Opfer von sexualisierter Gewalt oder Diskriminierung zu sein. Diese Problematik zeigt sich in hohen berichteten Pr&#228;valenzraten von erlebter sexualisierter Diskriminierung und Gewalt von 70,8-82,5&#37; bei &#196;rztinnen und 30,8-65,1&#37; bei &#196;rzten, wobei diese Vorf&#228;lle nur selten gemeldet werden <TextLink reference="3"></TextLink>.</Pgraph><Pgraph>Im Projekt &#8222;Schutzkonzeptentwicklung f&#252;r Medizinstudierende an der Universit&#228;t Bonn&#8220; wird ein spezifisch auf die individuellen Bed&#252;rfnisse und Ausbildungssituationen angepasstes Konzept entwickelt, das auf einer Risiko- und Potenzialanalyse der bestehenden Faktoren an der Fakult&#228;t beruht.  Das fertige Schutzkonzept wird durch die Etablierung von zus&#228;tzlichen Pflichtveranstaltungen in der medizinischen Lehre verankert und mit Hilfe einer fest installierten Anlaufstelle f&#252;r Medizinstudierende im Studiendekanat betreut.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Methoden: </Mark1>In einer integrativen Projektgruppe, an der sowohl Mitarbeitende als auch in erster Linie Studierende der Medizin der Universit&#228;t Bonn regelm&#228;&#223;ig teilnehmen, wird durch eine Risiko-und Potenzialanalyse im Prozess ein Schutzkonzept erarbeitet und etabliert, welches auf die spezifischen Bed&#252;rfnisse der Zielgruppe &#8222;Medizinstudierende&#8220; zugeschnitten ist.</Pgraph><Pgraph>Als Teil dieses Schutzkonzeptes werden thematisch angepasste Workshops f&#252;r die Vorklinik, Klinik und das Praktische Jahr entwickelt und in die Pflichtlehre integriert.</Pgraph><Pgraph>Zus&#228;tzlich wird eine juristisch besetzte, feste Anlaufstelle f&#252;r Studierende im Studiendekanat errichtet, die vertraulich und gleichzeitig sanktionierend beraten kann.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Ergebnisse: </Mark1>Da sich das Schutzkonzept zurzeit im Bearbeitungsprozess befindet, werden auf der GMA Jahrestagung erstmalig der bisherige Prozess und der Stand der Risiko- und Potenzialanalyse der Projektgruppe Medizin an der Universit&#228;t Bonn vorgestellt.</Pgraph></TextBlock>
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        <RefAuthor>Lipinsky A</RefAuthor>
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        <RefYear>2024</RefYear>
        <RefBookTitle>Expertise zu sexualisierter und geschlechtsbezogener Gewalt in der Wissenschaft unter besonderer Ber&#252;cksichtigung von Vielfalt und Intersektionalit&#228;t</RefBookTitle>
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        <RefTotal>Lipinsky A. Expertise zu sexualisierter und geschlechtsbezogener Gewalt in der Wissenschaft unter besonderer Ber&#252;cksichtigung von Vielfalt und Intersektionalit&#228;t. K&#246;ln: GESIS &#8211; Leibnitz-Institut f&#252;r Sozialwissenschaften; 2024. DOI: 10.21241&#47;ssoar.97554</RefTotal>
        <RefLink>https:&#47;&#47;doi.org&#47;10.21241&#47;ssoar.97554</RefLink>
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        <RefAuthor>Humbert AL</RefAuthor>
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        <RefTitle>Intersectionality and gender-based violence: an empirical multi-level examination of prevalence and frequency in universities and research organizations</RefTitle>
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        <RefJournal>Violence Against Women</RefJournal>
        <RefPage>2553-2573</RefPage>
        <RefTotal>Humbert AL, Strid S. Intersectionality and gender-based violence: an empirical multi-level examination of prevalence and frequency in universities and research organizations. Violence Against Women. 2025;31(10):2553-2573. DOI: 10.1177&#47;10778012241265363</RefTotal>
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        <RefAuthor>Jenner SC</RefAuthor>
        <RefAuthor>Oertelt-Prigione S</RefAuthor>
        <RefTitle>Umgang mit sexualisierter Diskriminierung und Gewalt in der Universit&#228;tsmedizin in Theorie und Praxis</RefTitle>
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        <RefBookTitle>Sexualisierte Bel&#228;stigung, Diskriminierung und Gewalt im Hochschulkontext</RefBookTitle>
        <RefPage>57-67</RefPage>
        <RefTotal>Djermester P, Jenner SC, Oertelt-Prigione S. Umgang mit sexualisierter Diskriminierung und Gewalt in der Universit&#228;tsmedizin in Theorie und Praxis. In: Pantelmann H, Blackmore S, editors. Sexualisierte Bel&#228;stigung, Diskriminierung und Gewalt im Hochschulkontext. Wiesbaden: Springer Gabler; 2023. p.57-67. DOI: 10.1007&#47;978-3-658-40467-3&#95;5</RefTotal>
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